Grüne fordern nationale Feuermanagementstrategie
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Bundestag fordert Waldschutz
Berlin () – Die Grünen im Bundestag fordern vor dem Hintergrund der Brände in Südeuropa mehr Einsatz vom Bund gegen Waldbrände in Deutschland.
„Hunderttausende Menschen mussten in Spanien und Frankreich vor den Flammen fliehen. Wer glaubt, solche Bilder seien in Deutschland ausgeschlossen, verkennt die Realität der Klimakrise“, sagte Fraktionschefin Britta Haßelmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Hitzewellen dieses Sommers zeigten, dass auch in Deutschland das Waldbrandrisiko steige. Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz müssten jetzt endlich handeln, statt die Klimakrise zu verharmlosen.
In einem Papier, aus dem die Funke-Mediengruppe zitiert, fordert Haßelmann gemeinsam mit den Grünen-Abgeordneten Julia Verlinden, Niklas Wagener, Julia Schneider und Leon Eckert unter anderem eine nationale Feuermanagementstrategie. Diese solle nicht erst bei der Bekämpfung von Bränden ansetzen, sondern auch Risikoanalyse, Prävention und Einsatzvorbereitung einbeziehen, genauso wie die Wiederherstellung verbrannter Flächen.
Außerdem müsse modernere Technik zum Einsatz kommen. „Mit Drohnen und Satellitenbildern können Brände schnell identifiziert, mit Spezialflugzeugen und Löschpanzern schnell bekämpft werden“, heißt es in dem Papier. Für Forschung und Beratung in diesem Bereich müsse die Bundesregierung einen praxisorientierten „Waldklimafonds 2.0“ aufsetzen. Der ursprüngliche Waldklimafonds, der unter anderem die Anpassung von Wäldern an den Klimawandel fördern sollte, war 2022 ausgelaufen.
Die Bundestags-Grünen fordern zudem eine bessere Ausstattung für Feuerwehrleute, 50 Millionen Euro für ein Waldentwicklungsprogramm, einen Ausbau des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz und mehr Aufklärung über Waldbrände für die Bevölkerung. „Der beste Waldbrandschutz beginnt lange vor dem ersten Funken“, sagte Haßelmann. Waldbrandschutz sei heute Klima-, Natur- und Bevölkerungsschutz zugleich.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hinweis auf Waldbrandgefahr (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Die Grünen im Bundestag fordern mehr Einsatz des Bundes gegen Waldbrände in Deutschland und kritisieren laut Fraktionschefin Britta Haßelmann eine Verharmlosung der Klimakrise durch die Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz
- Sie verlangen eine nationale Feuermanagementstrategie mit Fokus auf Risikoanalyse, Prävention, Einsatzvorbereitung und Wiederherstellung verbrannter Flächen sowie den Einsatz moderner Technik wie Drohnen und Satellitenbilder
- Die Grünen fordern einen praxisorientierten „Waldklimafonds 2.0“ nach Auslaufen des bisherigen Fonds 2022, bessere Ausstattung für Feuerwehrleute (50 Millionen Euro für ein Waldentwicklungsprogramm) sowie mehr Aufklärung über Waldbrände für die Bevölkerung
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene Zielgruppen Regionen: Bundesregierung/Bund (politische Umsetzung in Deutschland), Feuerwehrleute (Ausstattung), Bevölkerung (Aufklärung); zudem indirekt Spanien und Frankreich als Schauplätze der Brände und als Anlass für den Ruf nach mehr Bundesmaßnahmen
- Wie stark Zahlen/Fristen/Zeiträume: Forderung nach 50 Millionen Euro für ein Waldentwicklungsprogramm; Bezug auf zeitlichen Rahmen „ursprünglicher Waldklimafonds“ ausgelaufen 2022; gefordert wird „Waldklimafonds 2.0“ sowie Umsetzung einer nationalen Feuermanagementstrategie mit Risikoanalyse, Prävention, Einsatzvorbereitung und Wiederherstellung
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Brände in Südeuropa als Hintergrund; Hunderttausende Menschen in Spanien und Frankreich mussten fliehen, als Auslöser für die politische Forderung nach mehr Maßnahmen in Deutschland
- Steigendes Waldbrandrisiko durch Hitzewellen und Klimakrise; Kontext ist, dass die Bundesregierung bzw. Bundeskanzler Friedrich Merz nicht ausreichend handeln und die Klimakrise verharmlosen würden
- Bedarf an verbesserten Strukturen und Vorsorge; Auslöser sind Anforderungen nach nationaler Feuermanagementstrategie mit Risikoanalyse, Prävention, Einsatzvorbereitung und Wiederherstellung sowie modernere Technik wie Drohnen und Satellitenbilder; zusätzlich Forschung/Förderung über einen „Waldklimafonds 2.0“ wegen Auslaufen des bisherigen Fonds 2022
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die Grünen im Bundestag fordern von Bundesregierung und Bundeskanzler ein sofortiges Handeln gegen steigendes Waldbrandrisiko in Deutschland
- Umsetzung einer nationalen Feuermanagementstrategie mit Risikoanalyse, Prävention, Einsatzvorbereitung sowie Wiederherstellung verbrannter Flächen
- Einsatz modernster Technik wie Drohnen und Satellitenbilder sowie bessere Ausstattung von Feuerwehrleuten und Förderung über einen Waldklimafonds 2.0 und weitere Programme wie 50 Millionen Euro für ein Waldentwicklungsprogramm und mehr Aufklärung für die Bevölkerung
- Weimer plant Skulpturensammlung an historischem Ort in Berlin - 5. August 2026
- Ramelow will Volksabstimmung über Wehr- und Zivildienst - 5. August 2026
- DIHK: Zahl der Firmengründungen 2025 deutlich gestiegen - 5. August 2026
