Syrien-Wiederaufbau: Organisation fürchtet Ausschluss Behinderter

2. August 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: und Inklusion im Alltag

Damaskus () – Über 28 Prozent der syrischen Bevölkerung, die auf humanitäre Hilfe angewiesen ist, haben eine Behinderung.

Das geht aus einem am Sonntag veröffentlichten Bericht der Hilfsorganisation Handicap International (HI) hervor. Die Organisation teilte weiter mit, dass Menschen mit Behinderung weitgehend von Wiederaufbauprogrammen ausgeschlossen seien, da viele Krankenhäuser und Schulen nicht barrierefrei gestaltet seien. Zudem sei die medizinische Versorgung in Syrien stark eingeschränkt.

Das syrische Gesundheitssystem ist laut des Berichts stark beeinträchtigt. Nur 57 Prozent der Krankenhäuser seien voll funktionsfähig, und mehr als die Hälfte des Gesundheitspersonals habe das Land verlassen. Rehabilitationsspezialisten wie Physiotherapeuten und Prothesentechniker seien außerhalb der Großstädte kaum verfügbar. Die Zahl der Opfer durch Minen und Blindgänger sei alarmierend hoch. Zwischen Dezember 2024 und Mai 2026 wurden 2.288 Opfer registriert, darunter 808 Tote und 1.477 Verletzte. Besonders betroffen seien Kinder, die häufig Opfer von Explosivwaffen würden.

Auch im Bildungsbereich gebe es erhebliche Defizite. Viele Schulen in Syrien seien nicht barrierefrei, was den Zugang für Kinder mit Behinderungen erschwere. Nur 41 Prozent der untersuchten Schulen entsprachen den Mindeststandards für Barrierefreiheit. Lehrerfortbildungen zu inklusiver Bildung seien nicht vorhanden, und über 60 Prozent der schulpflichtigen Kinder mit schweren Behinderungen hätten noch nie eine Schule besucht.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Syrer in feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Über 28 Prozent der syrischen Bevölkerung, die humanitäre Hilfe benötigt, lebt mit einer Behinderung
  • Nur 57 Prozent der Krankenhäuser sind voll funktionsfähig; mehr als die Hälfte des Gesundheitspersonals hat das Land verlassen
  • Zwischen Dezember 2024 und Mai 2026 wurden 2.288 Opfer durch Minen und Blindgänger registriert (808 Tote, 1.477 Verletzte)

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Syrische Bevölkerung mit Anspruch auf humanitäre Hilfe: Über 28 Prozent haben eine Behinderung; besonders betroffen sind Kinder
  • Wiederaufbau und Gesundheitsversorgung: Weitgehend ausgeschlossen von Wiederaufbauprogrammen; nur 57 Prozent der Krankenhäuser voll funktionsfähig, mehr als die Hälfte des Gesundheitspersonals im Land weg; Reha-Spezialisten außerhalb der Großstädte kaum verfügbar
  • Region Zeitschnitt zu Minen/Blindgängern: Zwischen Dezember 2024 und Mai 2026 wurden 2.288 Opfer registriert, davon 808 Tote und 1.477 Verletzte; Bildungsbereich Syrien: nur 41 Prozent der untersuchten Schulen barrierefrei, über 60 Prozent schulpflichtiger Kinder mit schweren Behinderungen noch nie in Schule gewesen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Über 28 Prozent der syrischen Bevölkerung benötigen humanitäre Hilfe und haben zugleich eine Behinderung, wodurch erhöhte Unterstützungsbedarfe im Kontext von Kriegsfolgen entstehen
  • Menschen mit Behinderung sind weitgehend von Wiederaufbauprogrammen ausgeschlossen, weil Krankenhäuser und Schulen nicht barrierefrei sind und die medizinische Versorgung stark eingeschränkt ist
  • Stark beeinträchtigtes Gesundheits- und Bildungssystem mit eingeschränkter Funktionsfähigkeit vieler Krankenhäuser sowie fehlender inklusiver Lehrerfortbildung; hohe Opferzahlen durch Minen und Blindgänger (besonders Kinder) als zusätzlicher Auslöser von Behinderungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
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