Unicef und WHO fordern verstärkte Unterstützung für das Stillen

1. August 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

UN und WHO: Stillen fördern in Genf

Genf () – Das UN-Kinderhilfswerk Unicef und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben die Weltgemeinschaft aufgefordert, ihre Gesundheitssysteme zu stärken, um Müttern und Neugeborenen qualitativ hochwertige Unterstützung beim Stillen zu bieten.

In einer gemeinsamen Erklärung hoben Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell und WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus die Bedeutung des Stillens für die Gesundheit von Kindern und Müttern hervor. Stillen sei eine der einfachsten und wirkungsvollsten Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit eines Kindes, da es essenzielle Nährstoffe liefere, die Immunität erhöhe, vor schweren Krankheiten schütze und die kognitive Entwicklung unterstütze. Auch für Mütter habe das Stillen wichtige gesundheitliche Vorteile: Es trage dazu bei, das Risiko für nichtübertragbare Krankheiten wie Brust- und Eierstockkrebs sowie Typ-2-Diabetes zu senken.

Die Organisationen wiesen darauf hin, dass die Stillraten weltweit zwar gestiegen seien, der Fortschritt jedoch ungleichmäßig verlaufe. Viele Länder hinkten den globalen Zielen hinterher, da die Abdeckung von Dienstleistungen zur Unterstützung des Stillens niedrig bleibe, die Politik inkonsistent durchgesetzt werde und die Qualität der Dienstleistungen oft unzureichend sei, insbesondere in einkommensschwachen, fragilen und humanitären Kontexten.

Die Organisationen forderten die Länder auf, in bewährte Lösungen zu investieren, um jedem Kind den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Dazu gehörten unter anderem die Ausweitung von Beratungsprogrammen in der Gemeinschaft, die vollständige Umsetzung und Durchsetzung des Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten sowie Investitionen in bezahlten Mutterschaftsurlaub und unterstützende Arbeitsplatzrichtlinien.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • UNICEF und WHO fordern die Stärkung der Gesundheitssysteme, um Müttern und Neugeborenen qualitativ hochwertige Unterstützung beim Stillen zu ermöglichen
  • UNICEF und WHO betonen Maßnahmen wie die Ausweitung von Stillberatungsprogrammen in der Gemeinschaft sowie die vollständige Umsetzung und Durchsetzung des Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten
  • UNICEF und WHO fordern Investitionen in bezahlten Mutterschaftsurlaub und unterstützende Arbeitsplatzrichtlinien, um die ungleichmäßigen Fortschritte bei den Stillraten zu verbessern

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Unicef und WHO fordern die Weltgemeinschaft auf, Gesundheitssysteme so zu stärken, dass Müttern und Neugeborenen qualitativ hochwertige Still-Unterstützung geboten wird; betroffen sind Länder weltweit, insbesondere einkommensschwache, fragile und humanitäre Kontexte (keine konkreten Zahlen genannt)
  • Betroffen sind Mütter und Neugeborene als Zielgruppe; Stillen soll durch Verbesserungen in Politik und Gesundheitsdiensten gefördert werden (keine messbaren Fristen/Zeiträume, nur allgemeine weltweite Stärkung der Systeme)
  • Erforderliche Maßnahmen betreffen insbesondere Beratung in der Gemeinschaft, konsequente Umsetzung/Durchsetzung des Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten sowie bezahlten Mutterschaftsurlaub und unterstützende Arbeitsplatzrichtlinien (keine konkreten regionalen Zielwerte oder Zeitpläne genannt)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • UNicef und WHO fordern stärkere Gesundheitssysteme, weil Müttern und Neugeborenen qualitativ hochwertige Unterstützung beim Stillen sonst nicht verlässlich bereitgestellt wird
  • Während Stillraten zwar steigen, bleibt der Fortschritt ungleich, u.a. wegen niedriger Abdeckung von Stillunterstützungsdiensten, inkonsistenter Politikdurchsetzung und häufig unzureichender Dienstleistungsqualität, besonders in einkommensschwachen, fragilen und humanitären Kontexten
  • Auslöser für die Forderung sind gesundheitliche Vorteile des Stillens für Kinder und Mütter sowie das Hinterherhinken vieler Länder hinter globalen Zielen durch fehlende Investitionen in Beratungsprogramme, die konsequente Umsetzung des Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten und Maßnahmen wie bezahlten Mutterschaftsurlaub und unterstützende Arbeitsplatzrichtlinien

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Länder sollen Beratungsprogramme zur Unterstützung des Stillens in der Gemeinschaft ausweiten
  • Länder sollen den Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten vollständig umsetzen und konsequent durchsetzen
  • Länder sollen in bezahlten Mutterschaftsurlaub sowie unterstützende Arbeitsplatzrichtlinien investieren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH