Sojabohnen-Anbaufläche in Deutschland seit 2016 mehr als verdoppelt

30. Juli 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Wiesbaden () – Die Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland sind von 2016 bis 2025 um 174,1 Prozent gestiegen.

Im vergangenen Jahr wurden auf insgesamt 43 300 Hektar Sojabohnen angebaut – mehr als die Hälfte (52,7 Prozent) davon in , teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. 2016 waren es deutschlandweit noch 15.800 Hektar. Der Anteil der Anbaufläche für Sojabohnen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche lag 2025 bei 0,3 Prozent.

Auch die Ernte von Soja ist entsprechend stark gestiegen. Von 2016 bis 2025 hat sich die Erntemenge von Sojabohnen laut Destatis von 43.200 Tonnen auf 130.800 Tonnen mehr als verdreifacht (+202,8 Prozent). Den Großteil der deutschen Sojaernte gab es 2025 in Bayern (57,3 Prozent), gefolgt von Baden-Württemberg (18,0 Prozent) und Sachsen-Anhalt (6,9 Prozent).

Einen deutlich größeren Anteil der Versorgung mit Soja machen die Importe von Sojabohnen aus. Im Jahr 2025 wurden 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen nach Deutschland eingeführt, 8,4 Prozent mehr als im Jahr 2016 mit 3,1 Millionen Tonnen, teilten die Statistiker mit. Größte Sojabohnen-Lieferanten waren 2025 die Vereinigten Staaten mit 2,2 Millionen Tonnen. Das waren knapp zwei Drittel (64,1 Prozent) der Importmenge. Weitere wichtige Lieferanten waren (16,5 Prozent) und die (9,0 Prozent).

In der Europäischen Union (EU) sind die Anbauflächen von Sojabohnen nach Angaben des Bundesamts prozentual weniger stark gestiegen als in Deutschland. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat wurde im Jahr 2025 auf insgesamt 1,0 Millionen Hektar Sojabohnen angebaut. Das war gut ein Fünftel (22,1 Prozent) mehr als 2016. Damals lagen die Anbauflächen für Sojabohnen bei 831 200 Hektar.

Mit rund 2,8 Millionen Tonnen war die Sojaernte in der EU 2025 knapp ein Zehntel (+9,9 Prozent) höher als 2016 mit 2,5 Millionen Tonnen. Wegen schwankender Erträge fielen die Ernten in einzelnen Zwischenjahren aber auch höher aus, etwa 2018 und 2024.

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Wichtigster Produzent von Sojabohnen in der EU war 2025 (297.800 Hektar Anbaufläche, 1,1 Millionen Tonnen Ernte), gefolgt von (150.200 Hektar, 391 900 Tonnen). Zusammen entfielen auf die zwei Staaten 44,1 Prozent der Anbaufläche und gut die Hälfte (53,5 Prozent) der Ernte von Sojabohnen in der EU. Deutschland hatte 2025 mit 4,3 Prozent der Anbaufläche und 4,7 Prozent der Ernte einen vergleichsweise kleinen Anteil an der gesamten Sojaproduktion in der EU.

Soja wird nicht nur als Futtermittel in der Nutztierhaltung eingesetzt, sondern auch zur Herstellung von Nahrungsmitteln wie etwa Tofu oder Sojajoghurt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bauer mit Traktor (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland stiegen von 2016 bis 2025 um 174,1 Prozent auf 43.300 Hektar im Jahr 2024, mit 52,7 Prozent der Fläche in Bayern
  • Erntemenge von Sojabohnen in Deutschland erhöhte sich von 2016 bis 2025 von 43.200 Tonnen auf 130.800 Tonnen (+202,8 Prozent), 2025 mit 57,3 Prozent der Ernte in Bayern
  • 2025 wurden 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen nach Deutschland importiert (+8,4 Prozent gegenüber 3,1 Millionen Tonnen in 2016), wichtigste Lieferanten waren die USA (2,2 Millionen Tonnen; 64,1 Prozent) sowie Brasilien und die Ukraine

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Deutschland (Landwirtschaftliche Anbauflächen/Ernte/Importe) 2016 bis 2025: Anbauflächen für Sojabohnen +174,1% (15.800 ha auf 43.300 ha), Erntemenge +202,8% (43.200 t auf 130.800 t), 2025 Anbauflächenverteilung: Bayern 52,7% (wichtigster Anteil), außerdem Baden-Württemberg 18,0% und Sachsen-Anhalt 6,9%; Importe 2025: 3,4 Mio. t (+8,4% ggü. 2016: 3,1 Mio. t), Lieferländer 2025: USA 64,1%, Brasilien 16,5%, Ukraine 9,0%
  • EU insgesamt (Vergleich Entwicklung/Produktion) 2016 bis 2025: Anbauflächen +22,1% (831.200 ha auf 1,0 Mio. ha), Ernte +9,9% (2,5 Mio. t auf 2,8 Mio. t); Produzenten 2025: Italien 297.800 ha/1,1 Mio. t und Frankreich 150.200 ha/391.900 t, zusammen 44,1% der Anbaufläche und 53,5% der Ernte; Deutschland 2025: 4,3% der Anbaufläche und 4,7% der Ernte
  • Landnutzung/Versorgungsbezug (Produktion und Nutzung) ohne spezifische neue Zielgruppen: Soja dient 2025 sowohl als Futtermittel in der Nutztierhaltung als auch als Basis für Nahrungsmittel wie Tofu und Sojajoghurt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Steigende Anbauflächen und Erntemengen von Sojabohnen in Deutschland von 2016 bis 2025; von 15.800 auf 43.300 Hektar (+174,1%) sowie Erntemenge von 43.200 auf 130.800 Tonnen (+202,8%); größter Anteil 2025 in Bayern (52,7% der Fläche, 57,3% der Ernte)
  • Hintergrund der Versorgung: hoher Importbedarf; 2025 Einfuhren von 3,4 Millionen Tonnen (+8,4% ggü. 2016) mit den USA als größtem Lieferanten (64,1%), gefolgt von Brasilien (16,5%) und Ukraine (9,0%)
  • Kontext EU-Vergleich und schwankende Erträge: in der EU weniger stark wachsende Anbauflächen (+22,1% auf 1,0 Mio. Hektar), Erntemenge ebenfalls höher (+9,9% auf 2,8 Mio. Tonnen) mit Ernte-Spitzen in einzelnen Jahren wie 2018 und 2024

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