EU-Parlamentarier erwartet Ende der US-Zölle bis 2029

27. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftspolitik: EU-USA im Zollstreit

Brüssel () – Der Vorsitzende des Ausschusses für Internationalen Handel im EU-Parlament, Bernd Lange, schließt eine Fortsetzung des Zoll-Abkommens zwischen der EU und den USA nach 2029 aus.

„Ich gehe fest davon aus, dass die 15-Prozent-Zölle aus der Turnberry-Vereinbarung 2029 ein Ende haben und abgebaut werden“, sagte der SPD-Politiker dem „Redaktionsnetzwerk „. „In den USA ist inzwischen angekommen, dass sie auf bestimmte Güter aus Europa angewiesen sind und dass höhere Zölle letztlich an die eigenen Verbraucher sowie an die Industrie weitergereicht werden.“ Die am Freitag verkündeten Zölle von zehn Prozent deuteten bereits darauf hin, dass die US-Regierung diese Bedenken stärker berücksichtige.

Auch ein Jahr nach dem Zolldeal erheben die USA jedoch weiterhin 50-prozentige Zölle auf Stahl und Aluminium aus der EU. Lange zeigte sich überzeugt, dass es bald eine Einigung über Ausnahmen geben wird. „Ich rechne damit, dass es bis zum Jahresende Ausnahmen für Spezialstahl und qualitativ besonders hochwertigen Stahl geben wird. Für den Maschinenbau und die Automobilindustrie sind die USA auf unseren Stahl angewiesen, weil sie ihn selbst weder in ausreichender Menge noch in vergleichbarer Qualität produzieren können“, erklärte Lange.

„Ich bin fest davon überzeugt: Würden wir heute noch einmal neu mit den USA verhandeln, sähe der Deal deutlich besser aus“, sagte Lange. Heute würden die EU-Staaten geschlossener auftreten als noch vor einem Jahr. Trumps Grönland-Drohungen hätten dieses Umdenken gebracht. „Hinzu kommt, dass in den USA zumindest ein Stück weit mehr Rationalität eingekehrt ist. Auch die US-Regierung erkennt die Vorteile wechselseitiger Wirtschaftsbeziehungen stärker an.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Industrieanlagen (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bernd Lange schließt eine Fortsetzung des EU-USA-Zollabkommens nach 2029 aus und geht davon aus, dass die 15-prozentigen Zölle aus der Turnberry-Vereinbarung 2029 enden und abgebaut werden
  • Lange erwartet bis zum Jahresende Ausnahmen für Spezialstahl und qualitativ besonders hochwertigen Stahl bei den weiterhin erhobenen 50-prozentigen Zöllen der USA auf Stahl und Aluminium aus der EU
  • Lange sagt, der Deal würde bei erneuten Verhandlungen heute deutlich besser ausfallen, u. a. weil die EU-Staaten geschlossenere Positionen einnehmen und die US-Regierung die Vorteile wechselseitiger Wirtschaftsbeziehungen stärker anerkennt

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bernd Lange (Vorsitzender Ausschusses für Internationalen Handel im EU-Parlament, SPD) betrifft keine konkrete Regelung für einzelne EU-Staaten; Einschätzung zur Fortsetzung des EU-USA-Zollabkommens endet nach 2029, Wahrscheinlichkeit laut Aussage: Fortsetzung nach 2029 ausgeschlossen, 15-Prozent-Zölle aus Turnberry-Vereinbarung sollen 2029 beendet und abgebaut werden
  • USA: weiter bestehende 50-prozentige Zölle auf Stahl und Aluminium aus der EU; geplante/erwartete Ausnahmen für Spezialstahl und besonders hochwertigen Stahl bis zum Jahresende (Frist bis Jahresende, ohne konkretes Datum)
  • EU-Sektoren Maschinenbau und Automobilindustrie: davon abhängig, dass Stahl für diese Branchen in den USA wegen fehlender ausreichender Menge/Qualität benötigt wird; außerdem 10-Prozent-Zölle (laut Text am Freitag verkündet) als Hinweis auf stärker berücksichtigte Bedenken

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Bernd Lange schließt eine Fortsetzung des Zoll-Abkommens über 2029 hinaus aus, geht aber davon aus, dass die 15-Prozent-Zölle aus der Turnberry-Vereinbarung 2029 enden und abgebaut werden
  • US-Zölle bleiben weiterhin bestehen, insbesondere 50-prozentige Zölle auf Stahl und Aluminium aus der EU, während Lange auf zeitnahe Ausnahmen für Spezialstahl und hochwertigen Stahl bis zum Jahresende setzt
  • Gründe für die Erwartung eines besseren Deals sind die Einsicht in den USA, dass höhere Zölle an Verbraucher und Industrie weitergereicht werden, sowie das Umdenken durch Trumps Grönland-Drohungen und eine als stärker wahrgenommene Rationalität in der US-Regierung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bernd Lange geht davon aus, dass die 15-Prozent-Zölle aus der Turnberry-Vereinbarung spätestens ab 2029 enden und abgebaut werden
  • Die USA sollen laut Lange bis zum Jahresende Ausnahmen für Spezialstahl und qualitativ besonders hochwertigen Stahl gewähren
  • Lange erwartet, dass die EU-Staaten in den Verhandlungen geschlossen auftreten, nachdem sich die US-Regierung stärker für die Vorteile wechselseitiger Wirtschaftsbeziehungen rationaler einsetzt
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