SPD wirft Staatsregierung Ungerechtigkeit bei Erbschaftssteuer vor
Bayern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik in Bayern: Erbschaftsteuer-Verschonung
München () – Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag hat eine Ungleichbehandlung von Erben kritisiert. Sie forderte mehr Transparenz bei der sogenannten Verschonungsbedarfsprüfung für Großunternehmen, teilte die Fraktion mit.
Laut der SPD wurden 2024 insgesamt 45 bayerischen Großerben rund 3,4 Milliarden Euro an Erbschaftssteuer erlassen.
Die verbleibende Steuerbelastung habe nur 1,5 Prozent betragen, während kleinere Erbschaften oberhalb der Freibeträge mit durchschnittlich neun bis zwölf Prozent besteuert worden seien. „Die Kleinen müssen komplett zahlen, die Großen bleiben verschont“, kritisierte der Abgeordnete Holger Grießhammer.
Die Fraktion brachte einen Dringlichkeitsantrag ein, der mehr Aufklärung über die Kriterien der Verschonungsbedarfsprüfung verlangt. Dem Antrag stimmten mit kleineren Änderungen auch CSU, Freie Wähler und Grüne zu.
Haushaltsexperte Volkmar Halbleib verlangte umfassende Auskünfte, ob Bayern großzügiger prüfe als andere Länder und nach welchen Maßstäben die Finanzämter entschieden. Ein Gutachten zur Rechtfertigung der Milliarden-Erlasse liege nicht vor.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- SPD-Fraktion kritisiert Ungleichbehandlung bei der Verschonungsbedarfsprüfung für Großunternehmen und fordert mehr Transparenz über die Kriterien
- 2024 wurden 45 bayerische Großerb:innen rund 3,4 Milliarden Euro an Erbschaftssteuer erlassen; verbleibende Steuerbelastung laut SPD nur 1,5 Prozent, während kleinere Erbschaften oberhalb der Freibeträge durchschnittlich mit 9 bis 12 Prozent besteuert wurden
- SPD brachte einen Dringlichkeitsantrag auf mehr Aufklärung ein, dem CSU, Freie Wähler und Grüne mit kleineren Änderungen zustimmten; Bayern soll umfassend Auskunft geben, nach welchen Maßstäben Finanzämter entscheiden, und ein Gutachten zur Rechtfertigung der Erlasse liege laut SPD nicht vor
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag; kritisiert Ungleichbehandlung bei bayerischen Erben/Großunternehmen über die Verschonungsbedarfsprüfung; Region Bayern; 2024 wurden 45 Großerben rund 3,4 Milliarden Euro an Erbschaftssteuer erlassen, verbleibende Steuerbelastung 1,5 Prozent vs. 9 bis 12 Prozent bei kleineren Erbschaften oberhalb der Freibeträge
- Betroffen Erben in Bayern allgemein sowie Finanzämter; geforderte Transparenz/Umsetzung über Kriterien der Verschonungsbedarfsprüfung im Rahmen eines Dringlichkeitsantrags; Antrag wurde von SPD eingebracht und mit kleineren Änderungen auch von CSU, Freie Wähler und Grünen unterstützt
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Ungleichbehandlung bei Erbschaftssteuer: Großunternehmen erhalten über die Verschonungsbedarfsprüfung Steuererlass, während kleinere Erbschaften über Freibeträgen deutlich höher besteuert werden
- 2024 rund 45 bayerische Groß-Erben: etwa 3,4 Milliarden Euro an Erbschaftssteuer erlassen; verbleibende Steuerbelastung ca. 1,5 Prozent, bei kleineren Erbschaften durchschnittlich neun bis zwölf Prozent
- Auslöser Forderung nach mehr Transparenz: Dringlichkeitsantrag für Aufklärung der Kriterien der Verschonungsbedarfsprüfung, sowie Auskünfte dazu, ob Bayern großzügiger als andere Länder prüft und nach welchen Maßstäben Finanzämter entscheiden, da kein Gutachten zur Rechtfertigung der Erlasse vorliegt
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die SPD-Fraktion brachte im Bayerischen Landtag einen Dringlichkeitsantrag ein, der mehr Aufklärung über die Kriterien der Verschonungsbedarfsprüfung fordert
- CSU, Freie Wähler und Grüne stimmten dem Dringlichkeitsantrag mit kleineren Änderungen zu
- Bayern soll umfassende Auskünfte geben, nach welchen Maßstäben die Finanzämter entscheiden und ob Bayern dabei großzügiger als andere Länder prüft
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