Sportausschuss-Vorsitzende will Änderungen für nächste Fußball-WM

23. Juli 2026

Sport - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Kritik an der Fußball-WM

() – Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Aydan Özoguz, hat massive Kritik an der zurückliegenden Fußball-Weltmeisterschaft geübt und für das nächste Turnier Korrekturen gefordert.

„Diese Fußball-WM hat aus sportlicher Sicht mit Spanien einen verdienten Sieger gefunden“, sagte die SPD-Politikerin dem „Redaktionsnetzwerk “ (Donnerstagausgabe). „Die Fans haben die Straßen der Spielorte zu Festmeilen gemacht. Der Fußball übt noch immer weltweit Faszination aus“, so Özoguz. „Aus sportpolitischer Sicht allerdings war die WM sehr fragwürdig. Die Two-Man-Show von Trump und Infantino hat dem Sport geschadet.“

Während der WM hätten die USA den bombardiert und die Spieler zunächst nicht einmal am Spielort übernachten lassen, so Özoguz weiter. Es sei mit der Einreiseverweigerung für einen Schiedsrichter und für Fans weitergangen, habe einen traurigen Höhepunkt in dem „absurden Theater um die Rücknahme einer roten Karte“ gefunden und sei mit einem US-Präsidenten geendet, der erst nach wiederholter Aufforderung das Siegerpodest verlassen habe.

Infantino wiederum habe sehr deutlich werden lassen, dass ihm die Einnahmen wichtiger gewesen seien als die Spiele selbst, sagte die SPD-Politikerin. Dafür seien sogar Trinkpausen und eine uferlose Halbzeitpause in Kauf genommen worden.

„Veränderungen muss es immer geben, die Qualität des Sports sollte aber nicht darunter leiden – im Gegenteil“, so Özoguz. „Trump und Infantino, Brüder im Geiste bei Macht und Show, haben der WM leider einen Stempel aufgedrückt, den die Fans mit Pfiffen und Buhrufen quittierten – zu Recht.“

In Bezug auf die Zukunft sagte sie, der Fußball müsse das Hauptgeschehen bleiben. „Showeinlagen – meinetwegen, aber bitte nicht mitten im Spiel. Auf zusätzliche Werbe(trink)pausen können wir verzichten“, so die SPD-Politikerin. „Und die Ticketpreise müssen wieder erschwinglich werden. Fußball war nie nur ein Elitensport, und das sollte so bleiben.“ Spanien, und könnten 2030 zeigten, dass man es besser machen könne, so Özoguz. „Aber sie werden die schwere Aufgabe haben, die Fifa und ihren Präsidenten bremsen zu müssen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Public Viewing zur Fußball-WM (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Aydan Özoguz fordert für das nächste Turnier Korrekturen wegen der „sportpolitisch“ fragwürdigen WM, u. a. wegen der Kritik an Trump und Infantino als „Two-Man-Show“
  • Sie kritisiert zusätzliche Unterbrechungen wie Trinkpausen sowie die uferlose Halbzeitpause und fordert, dass Showeinlagen nicht mitten im Spiel stattfinden sollen und auf zusätzliche Werbe-/Trinkpausen verzichtet werden soll
  • Özoguz fordert wieder erschwingliche Ticketpreise und sieht Spanien, Portugal und Marokko als Kandidaten für die WM 2030, die zeigen könnten, dass es „besser“ geht, aber die Aufgabe hätten, die FIFA und ihren Präsidenten auszubremsen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar sowie die nächste Fußball-WM insgesamt; Aydan Özoguz kritisiert US- und FIFA-Auswirkungen (zB Bombardierung des Iran während der WM, Einreiseverweigerung für Schiedsrichter und Fans, Trinkpausen/verlängerte Halbzeit) und fordert Korrekturen für zukünftige Turniere; keine konkreten Zahlen zu Dauer/Umfang genannt
  • Betroffen sind Ticketpreise und die Ausgestaltung des Spielbetriebs (Werbe-/Trinkpausen, Showeinlagen im Spiel) als Zielgruppen-Auswirkung auf Fans; gefordert werden keine zusätzlichen Werbe(Trink)pausen und wieder erschwingliche Ticketpreise
  • Betroffen sind mögliche Gastgeber für die WM 2030 Spanien, Portugal und Marokko sowie FIFA/Infantino; als Region genannt Europa+Nordafrika; Frist/Zeitraum ist Austragung 2030; zugleich Forderung, FIFA und Präsidenten zu bremsen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik an der WM aus sportpolitischer Sicht wegen Einfluss von Trump und FIFA-Präsident Infantino auf Ablauf und Fokus, verbunden mit der Darstellung, dass Macht und Show dem Sport geschadet hätten
  • Hintergrund/Auslöser: USA bombardierten den Iran; Spieler und Beteiligte wurden teils nicht wie üblich am Spielort untergebracht; Einreiseverweigerungen für Schiedsrichter und Fans; Vorfall rund um die Rücknahme einer roten Karte als „absurdes Theater“; Konfrontation/Ende mit US-Präsident, der erst nach wiederholter Aufforderung das Podest verließ
  • Infantino habe Einnahmen über den sportlichen Wert gestellt; dafür seien Trinkpausen und eine sehr lange Halbzeitpause in Kauf genommen worden; künftig Forderungen nach Fußball als Hauptgeschehen statt Showeinlagen sowie erschwinglichen Ticketpreisen und weniger zusätzlichen Werbe-/Trinkpausen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Aydan Özoguz fordert für das nächste Turnier Korrekturen, damit der Fußball im Spiel das Hauptgeschehen bleibt und zusätzliche Werbe-/Trinkpausen vermieden werden
  • Sie verlangt erschwinglichere Ticketpreise, damit Fußball kein reiner Elitensport bleibt
  • Sie setzt darauf, dass Ausrichter 2030 FIFA und den Präsidenten bremsen, um die Qualität des Sports zu sichern
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