Bizarre Szenen bei Alijew-Besuch im Bundeskanzleramt

22. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Panorama: Kanzleramt-Sicherheitsvorfälle
Berlin () – Am Rande des Besuchs von Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew im Bundeskanzleramt haben sich am Dienstag offenbar bizarre Szenen abgespielt. Alijew hatte eigene Sicherheitskräfte mitgebracht, die im Kanzleramt aber als Journalisten auftraten. Gleichzeitig war auf der Pressekonferenz auch ein kritischer Journalist, der von Sicherheitskräften des BKA regelrecht bewacht werden musste.

Als die gemeinsame Pressekonferenz von Alijew und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Ende war, versuchte einer der als Journalisten getarnten Personen offenbar, sich auf einem ungewöhnlichen Weg den offiziellen Sicherheitskräften wieder anzuschließen. „Der rennt hintenrum“, hörte ein Reporter der deutsche Sicherheitskräfte rufen.

Später soll es Aufregung im des Bundeskanzleramts gegeben haben. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer versuchte die Situation am Mittwoch herunterzuspielen. „Tumultartige Szenen kann ich nicht bestätigen. Was ich aber sagen kann, nach Abschluss der Pressekonferenz des Bundeskanzlers mit dem aserbaidschanischen Präsidenten gab es am Rande eine kurze Diskussion zwischen deutschen und aserbaidschanischen Sicherheitskräften, über welche Wege das Kanzleramt zu verlassen sei.“ Der Grund sei gewesen, dass einige der aserbaidschanischen Sicherheitskräfte „nicht unmittelbar als solche erkennbar gewesen sind“. Die Situation habe sich dann jedoch „zügig geklärt“.

Aber das war nicht das einzige ungewöhnliche Detail: Im Publikum saß neben getarnten Bodyguards auch ein offensichtlich Alijew-kritischer Journalist, der immer wieder dazwischenrief und eine Frage stellen wollte, aber nicht zum Zuge kam. Dabei wurde er regelrecht bewacht von deutschen Sicherheitskräften, ein BKA-Beamter soll nach Informationen der in der Pressekonferenz direkt neben ihm gesessen haben. Als sich der Mann später beschwerte, dass er keine Frage stellen durfte, soll ein deutscher Sicherheitsbeamter auf Englisch zu ihm gesagt haben, das sei auch „besser so“ gewesen und im Sinne seiner „Sicherheit“. Ansonsten „hätte hier was passieren können“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ilham Alijew und Friedrich Merz am 21.07.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Alijew brachte eigene Sicherheitskräfte mit, die im Bundeskanzleramt als Journalisten auftraten
  • Bei der Pressekonferenz saß ein Alijew-kritischer Journalist im Publikum, der von deutschen Sicherheitskräften eng überwacht wurde und offenbar keine Frage stellen durfte
  • Beim Verlassen des Kanzleramts kam es zu einer kurzen Diskussion zwischen deutschen und aserbaidschanischen Sicherheitskräften wegen nicht sofort erkennbarer Sicherheitszugehörigkeit, die sich laut Steffen Meyer schnell geklärt habe

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew, Bundeskanzler Friedrich Merz, deutsche Sicherheitskräfte (u.a. BKA), aserbaidschanische Sicherheitskräfte und Journalisten im Bundeskanzleramt; keine eindeutigen Zahlen, nur Vorfälle bei der Pressekonferenz und im Hof
  • Region/Ort: Bundeskanzleramt in Berlin; offenbar am Dienstag beim Besuch von Alijew, außerdem am Mittwoch weitere Einordnung durch den stellvertretenden Regierungssprecher Steffen Meyer
  • Zielgruppen/Zeitraum: Sicherheits- und Presseumfeld bei der gemeinsamen Pressekonferenz; konkrete Dauer/Fristen nicht genannt, aber kurze Diskussion nach Abschluss und Zeit im Publikumsbereich während der Pressekonferenz

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ilham Alijew brachte offenbar eigene Sicherheitskräfte mit, die im Bundeskanzleramt als Journalisten auftraten, wodurch es zu Verwechslungen und Konflikten mit den deutschen Sicherheitsabläufen kam
  • Ein kritischer Journalist, der ständig dazwischenrief und Fragen stellen wollte, wurde durch deutsche Sicherheitskräfte besonders eng betreut, was die angespannte Situation verstärkte
  • Auslöser war der Umgang mit nicht eindeutig erkennbaren Sicherheitskräften und die Frage, über welche Wege das Kanzleramt nach der Pressekonferenz zu verlassen ist, was zu kurzer Diskussion und „unnormalen“ Szenen im Umfeld der Pressekonferenz führte

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Deutsche Sicherheitskräfte haben am Rande der Pressekonferenz im Bundeskanzleramt die Sicherheit eines kritischen Journalisten/Teilnehmers gesichert und kontrolliert, sodass er keine Frage stellen konnte
  • Der stellvertretende Regierungssprecher hat eine kurze Diskussion zwischen deutschen und aserbaidschanischen Sicherheitskräften über die Wege nach Verlassen des Kanzleramts eingeräumt, nachdem nicht alle aserbaidschanischen Sicherheitskräfte sofort als solche erkennbar waren
  • Deutsche Sicherheitskräfte haben mehrere als Journalisten auftretende Personen im Umfeld des Präsidenten überwacht bzw. entsprechend die Situation nach der Pressekonferenz koordiniert
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH