Berliner Haushalte mit Kindern weiter rückläufig

22. Juli 2026

Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Haushaltstrends in
Berlin () – Die Zahl der Privathaushalte in Berlin ist zum Jahresende 2025 leicht gestiegen, doch die Anzahl der Haushalte mit Kindern hat erneut abgenommen. Das hat das Amt für Statistik Berlin- am Mittwoch mitgeteilt.

Demnach gab es am 31. Dezember 2025 rund 2,23 Millionen Privathaushalte in der Hauptstadt.

Während die Berliner Haushalte insgesamt um 0,7 % sowie die Berliner Haushalte ohne Kinder um 0,9 % zum Vorjahr 2024 zugenommen haben, nahm die Zahl der Haushalte mit Kindern um 0,3 % ab. In rund 376.000 Haushalten lebten Erwachsene mit ledigen Kindern unter 18 Jahren zusammen – knapp jeder sechste Haushalt (16,9 %) war 2025 somit ein Familienhaushalt.

Die meisten Haushalte mit Kindern lagen in den Berliner Randbezirken Marzahn-Hellersdorf (20,7 %), Spandau (19,8 %), Pankow (18,6 %) sowie Treptow-Köpenick und Lichtenberg mit je 18,5 %. Charlottenburg-Wilmersdorf lag mit einem Anteil von 13,6 % deutlich unter dem berlinweiten Durchschnitt.Ein-Personen-Haushalte dominierten die Berliner Haushaltsstruktur und machten über die Hälfte aller Haushalte aus (56,8 %).

Knapp jeder sechste Haushalt war ein Familienhaushalt.

Gegenüber dem Vorjahr 2024 stieg die Zahl der Privathaushalte in Berlin um 0,7 %. Die Zahl der Ein-Personen-Haushalte stieg um 1,3 % auf 1,27 Millionen an. Gleichzeitig sank die Zahl der Zwei-Personen-Haushalte (–0,3 %) sowie die Zahl der Haushalte mit 4 und mehr Personen (–0,1 %).

Der Rückgang von Mehrpersonenhalten wirkte sich auch auf die durchschnittliche Haushaltsgröße in der Hauptstadt aus. Diese sank von 1,77 auf 1,76 Personen.

In den 1,27 Millionen Ein-Personen-Haushalten waren mehr als ein Viertel der Personen (27,1 %) älter als 64 Jahre und 17,4 % unter 30 Jahre alt.

Beide Altersgruppen teilten sich in der Stadt wie folgt auf: Ältere Singlehaushalte dominierten in den westlichen Randregionen, während im Zentrum vorrangig Ein-Personen-Haushalte der unter 30-Jährigen zu finden waren.

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Im Bezirk Mitte (21,7 %) gab es die meisten Planungsräume mit anteilig vielen jungen Singlehaushalten: In der Heidestraße am Hauptbahnhof waren 32,4 % aller Ein-Personen-Haushalte im Alter von unter 30 Jahren. Anders sah es in den Planungsräumen der Bezirke Spandau (33,3 %), Reinickendorf (33,5 %) und Steglitz-Zehlendorf (38,7 %) aus, dort fanden sich anteilig die meisten Singlehaushalte im Alter ab 65 Jahren.

Im Planungsraum Krumme Lanke am südwestlichen Rand von Berlin waren mehr als die Hälfte (52,4 %) der Personen in Singlehaushalten 65 Jahre und älter sowie 9,9 % unter 30 Jahre alt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mutter mit Kinderwagen (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Zum 31. Dezember 2025 gab es in Berlin rund 2,23 Millionen Privathaushalte; davon entfielen 376.000 Haushalte auf Erwachsene mit ledigen Kindern unter 18 Jahren, entsprechend 16,9 % als Familienhaushalte
  • Die Privathaushalte insgesamt stiegen um 0,7 %, während Haushalte mit Kindern um 0,3 % zurückgingen; zudem stieg die Zahl der Ein-Personen-Haushalte um 1,3 % auf 1,27 Millionen, während Zwei-Personen-Haushalte um 0,3 % und Haushalte mit 4+ Personen um 0,1 % sanken
  • Die durchschnittliche Haushaltsgröße fiel von 1,77 auf 1,76 Personen; 56,8 % der Haushalte waren Ein-Personen-Haushalte, und in der Heidestraße (Mitte) lag der Anteil junger Singlehaushalte unter 30 Jahren bei 32,4 %

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Berlin, zum Jahresende 2025 rund 2,23 Millionen Privathaushalte; Anzahl insgesamt +0,7% zum Vorjahr 2024, Haushalte ohne Kinder +0,9%, Haushalte mit Kindern –0,3% (in rund 376.000 Haushalten lebten Erwachsene mit ledigen Kindern unter 18 Jahren; 16,9% aller Haushalte)
  • Berliner Randbezirke mit den höchsten Anteilen an Haushalten mit Kindern 2025: Marzahn-Hellersdorf 20,7%, Spandau 19,8%, Pankow 18,6%, Treptow-Köpenick und Lichtenberg je 18,5% (Charlottenburg-Wilmersdorf 13,6% unter berlinweitem Durchschnitt)
  • Ein-Personen-Haushalte 56,8% aller Haushalte; 2025 Anstieg auf 1,27 Millionen (+1,3% zu 2024); Mehrpersonenhaushalte insgesamt –0,3% bei Zwei-Personen-Haushalten und –0,1% bei 4+ Personen; durchschnittliche Haushaltsgröße sank von 1,77 auf 1,76; Altersverteilung in Singlehaushalten: 27,1% über 64 Jahre, 17,4% unter 30 Jahre

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Leichter Gesamtanstieg der Privathaushalte in Berlin zum Jahresende 2025 (+0,7 %), jedoch erneuter Rückgang der Haushalte mit Kindern (-0,3 %)
  • Veränderung der Haushaltsstruktur: Ein-Personen-Haushalte steigen (+1,3 % auf 1,27 Mio.), während Zwei-Personen-Haushalte (-0,3 %) und Haushalte mit 4+ Personen (-0,1 %) sinken, wodurch auch die durchschnittliche Haushaltsgröße leicht zurückgeht
  • Rückgang/Verteilung im Kontext von Alterung und regionalen Unterschieden: Anteil älterer Singles (über 64 Jahre) ist hoch (27,1 %) und junge Singlehaushalte konzentrieren sich stärker im Zentrum, wodurch Familienhaushalte anteilig weniger werden

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlicht die aktualisierte Haushaltsstatistik per 31. Dezember 2025 (Anzahl Privathaushalte, Haushalte mit Kindern, Ein-Personen-Haushalte)
  • Die Behörden erheben und berichten die Veränderungen gegenüber 2024, insbesondere den Rückgang der Haushalte mit Kindern um 0,3 % sowie den Anstieg der Ein-Personen-Haushalte um 1,3 %
  • Die Auswertung erfolgt nach Bezirken und Planungsräumen (z. B. Anteile von Familienhaushalten sowie jungen und älteren Singlehaushalten)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH