Menge gefährlicher Abfälle steigt

22. Juli 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Lage in

Wiesbaden () – Im Jahr 2024 sind 23,1 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle in angefallen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, stieg die Menge gefährlicher Abfälle damit um 2,4 Prozent oder 0,5 Millionen Tonnen gegenüber dem Jahr 2023, als mit 22,5 Millionen Tonnen der niedrigste Stand seit 2015 erreicht worden war.

Gefährliche Abfälle sind Abfallarten mit bestimmten Gefährlichkeitsmerkmalen, die eine Bedrohung für Mensch und Umwelt darstellen. Sie können beispielsweise brandfördernd, krebserregend oder reizend sein. Für sie sind Begleitscheine zu führen und sie müssen speziellen Entsorgungswegen und -verfahren zugeführt werden, die eine sichere und umweltverträgliche Zerstörung der enthaltenen Schadstoffe gewährleisten.

Nach Abfallarten betrachtet machten Bau- und Abbruchabfälle wie schon in den Vorjahren den größten Anteil an der Gesamtmenge gefährlicher Abfälle aus. Im Jahr 2024 betrug ihr Anteil 8,9 Millionen Tonnen oder 38,8 Prozent des Gesamtaufkommens. Die zweitgrößte Menge stammte aus Abfallbehandlungsanlagen, öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen sowie aus der Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch und für industrielle Zwecke (darunter Kläranlagen und Wasserwerke) mit zusammen 7,2 Millionen Tonnen oder 31,2 Prozent. Im Jahr 2023 hatten die Anteile beider Abfallarten 38,4 Prozent (8,6 Millionen Tonnen) beziehungsweise 31,0 Prozent (7,0 Millionen Tonnen) der Gesamtmenge gefährlicher Abfälle betragen.

Der Großteil der gefährlichen Abfälle wurde im Jahr 2024, wie in den Vorjahren, in zwei Wirtschaftsabschnitten erzeugt: 9,4 Millionen Tonnen oder 40,9 Prozent der Abfälle stammten aus dem Abschnitt „Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen“ (2023: 9,1 Millionen Tonnen; 40,3 Prozent). Dazu zählen beispielsweise Entsorgungsanlagen wie Deponien oder Anlagen zur Aufbereitung flüssiger und wasserhaltiger Abfälle mit organischen Stoffen, die bei unsachgemäßer Entsorgung über das Abwasser indirekt in Gewässer und damit in die Umwelt gelangen können.

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4,5 Millionen Tonnen oder 19,6 Prozent der gefährlichen Abfälle (2023: 4,9 Millionen Tonnen; 21,5 Prozent) stammten aus dem Wirtschaftsabschnitt „Verarbeitendes Gewerbe“, und dort insbesondere aus Betrieben zur Herstellung von Maschinen, Metallerzeugnissen und chemischen Erzeugnissen.

16,4 Millionen Tonnen (71,0 Prozent) der gefährlichen Abfälle stammten im Jahr 2024 von Primärerzeugern, bei denen die Abfälle im eigenen Betrieb erstmalig angefallen sind. Das waren 1,6 Prozent oder 0,3 Millionen Tonnen mehr als im Jahr 2023. 6,7 Millionen Tonnen (29,0 Prozent) waren sogenannte sekundär erzeugte Abfallmengen aus Zwischenlagern oder von Abfallentsorgern, bei denen der Abfall nicht ursprünglich entstanden ist. Die Menge gefährlicher Abfälle stieg hier gegenüber 2023 um 4,3 Prozent oder 0,3 Millionen Tonnen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wertstoffhof (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 2024 fielen in Deutschland 23,1 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle an, 2,4 Prozent mehr als 2023 (Anstieg um 0,5 Millionen Tonnen)
  • Bau- und Abbruchabfälle machten 2024 mit 8,9 Millionen Tonnen den größten Anteil aus (38,8 Prozent); zweitgrößte Quelle waren Abfallbehandlungsanlagen/öffentliche Abwasserbehandlungsanlagen/wasserbezogene Aufbereitung mit 7,2 Millionen Tonnen (31,2 Prozent)
  • 2024 stammten 16,4 Millionen Tonnen (71,0 Prozent) von Primärerzeugern; 6,7 Millionen Tonnen (29,0 Prozent) waren sekundär erzeugte Abfallmengen, davon 4,3 Prozent mehr als 2023

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Deutschland, 2024 insgesamt 23,1 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle, +2,4 Prozent bzw. +0,5 Millionen Tonnen gegenüber 2023 (22,5 Millionen Tonnen), Zielgruppen/Betroffene: Abfallaufkommen insgesamt sowie Entsorgungs- und Entsorgungsanlagen/Verursacher von gefährlichen Abfällen
  • Anteil Bau- und Abbruchabfälle 2024 8,9 Millionen Tonnen bzw. 38,8 Prozent; Anteil Abfallbehandlungsanlagen/öffentliche Abwasserbehandlungsanlagen/Wasseraufbereitung 2024 7,2 Millionen Tonnen bzw. 31,2 Prozent
  • Hauptquelle 2024 nach Wirtschaftsabschnitten Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen 9,4 Millionen Tonnen bzw. 40,9 Prozent sowie Verarbeitendes Gewerbe 4,5 Millionen Tonnen bzw. 19,6 Prozent

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • 2024 fielen in Deutschland 23,1 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle an; das waren 2,4 Prozent mehr als 2023 (Anstieg um 0,5 Millionen Tonnen)
  • Hauptanteile: Bau- und Abbruchabfälle 8,9 Millionen Tonnen (38,8 Prozent); Abfallbehandlungsanlagen sowie öffentliche Abwasserbehandlung/Wasseraufbereitung 7,2 Millionen Tonnen (31,2 Prozent)
  • Ursache des Kontexts: gefährliche Abfälle mit Gefährlichkeitsmerkmalen erfordern Begleitscheine sowie spezielle Entsorgungswege und -verfahren zur sicheren, umweltverträglichen Zerstörung der Schadstoffe

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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