Antisemitische Vorfälle in Brandenburg bleiben auf hohem Niveau

20. Juli 2026

Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Antisemitische Vorfälle in

() – Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Brandenburg ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen, bleibt aber auf einem sehr hohen Niveau. Das geht aus dem Monitoringbericht 2025 der Fachstelle Antisemitismus hervor, den das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt am Montag in Potsdam vorgestellt hat.

Demnach wurden für das Jahr 2025 insgesamt 461 antisemitische Vorfälle dokumentiert, 23 weniger als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Jahr 2022, als 204 Vorfälle erfasst wurden, hat sich die Zahl damit mehr als verdoppelt. Die Fachstelle spricht von einer dauerhaften Niveauverschiebung seit dem 7. Oktober 2023. Staatssekretär Johannes Wagner erklärte, Antisemitismus werde in Brandenburg öffentlicher und unverhohlener.

Dies dürfe man niemals hinnehmen, es brauche die gemeinsame Anstrengung aller Menschen mit Anstand und Verstand, geschlossen dagegenzustehen.

Rechtsextremismus bleibt der häufigste dokumentierte politische Hintergrund. Fast jeder zweite Vorfall (208 Fälle) wird einem rechtsextremen oder rechtspopulistischen Umfeld zugeordnet.

Die meisten Vorfälle sind verletzendes Verhalten, gleichzeitig nehmen Angriffe (18) und Bedrohungen (58) zu. Besonders viele Vorfälle wurden in Oberhavel (76), (57) und Potsdam (53) registriert.

Der öffentliche und der digitale Raum bleiben zentrale Tatorte, in denen antisemitische Inhalte zunehmend offen verbreitet werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stolpersteine von Gunter Demnig (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 2025 wurden in Brandenburg 461 antisemitische Vorfälle dokumentiert, 23 weniger als im Vorjahr
  • Rechtsextremismus ist der häufigste politische Hintergrund: 208 Fälle werden einem rechtsextremen oder rechtspopulistischen Umfeld zugeordnet
  • Verletzendes Verhalten bleibt häufig, aber Angriffe (18) und Bedrohungen (58) nahmen zu, besonders viele Vorfälle in Oberhavel (76), Cottbus (57) und Potsdam (53)

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Brandenburg: 461 antisemitische Vorfälle in 2025, 23 weniger als 2024; im Vergleich zu 2022 (204) mehr als verdoppelt; Rückgang leicht, Niveau sehr hoch, seit 7. Oktober 2023 dauerhafte Niveauverschiebung
  • Politischer Hintergrund/Art: fast jeder zweite Vorfall (208) rechtsextrem oder rechtspopulistisch; verletzendes Verhalten am häufigsten, Angriffe 18, Bedrohungen 58; öffentliche und digitale Räume zentrale Tatorte
  • Regionen: besonders viele Vorfälle in Oberhavel (76), Cottbus (57) und Potsdam (53)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Monitoringbericht 2025: 2025 wurden 461 antisemitische Vorfälle in Brandenburg dokumentiert (leicht weniger als im Vorjahr), aber auf sehr hohem Niveau mit dauerhafter Niveauverschiebung seit dem 7. Oktober 2023
  • Rechtsextremismus ist der häufigste politische Hintergrund: fast jeder zweite Vorfall (208) wird einem rechtsextremen oder rechtspopulistischen Umfeld zugeordnet
  • Öffentlicher und digitaler Raum als zentrale Tatorte; überwiegend verletzendes Verhalten, mit Zunahme von Bedrohungen (58) und Angriffen (18)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt stellt in Potsdam den Monitoringbericht 2025 der Fachstelle Antisemitismus vor und berichtet über die dokumentierten Vorfälle
  • Die Fachstelle/Behörden monitoren und dokumentieren antisemitische Vorfälle in Brandenburg (für 2025 insgesamt 461 Fälle) und ordnen dabei u.a. den politischen Hintergrund (u. a. rechtsextrem/rechtspopulistisch) zu
  • Staatliche Akteure rufen zu geschlossenen Anstrengungen gegen Antisemitismus auf und weisen darauf hin, dass der öffentliche und digitale Raum zentrale Tatorte sind
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH