Friedhofsgärtner fordern Ausnahmen von Gießverboten
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Bewässerung auf Friedhöfen
Berlin () – Angesichts anhaltender Hitzeperioden fordert der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), Gräber von behördlichen Gießverboten auszunehmen.
„Wir fordern, dass die Grabbewässerung auf Friedhöfen von flächendeckenden Gießverboten ausgenommen wird“, sagte der Vorsitzende des Bundes deutscher Friedhofsgärtner im Zentralverband Gartenbau, Michael Ballenberger, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz). „Gräber müssen auch während Hitzeperioden gepflegt und ausreichend bewässert werden können.“
Längere Hitze- und Trockenphasen belasteten viele Grabbepflanzungen erheblich, sagte Ballenberger. Das eigentliche Problem sei dabei weniger die Hitze als die anhaltende Trockenheit. Von flächendeckenden oder dauerhaften Schäden an Gräbern könne derzeit jedoch nicht ausgegangen werden.
Angehörigen empfiehlt der Verbandschef, möglichst in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend zu gießen. „Außerdem ist es sinnvoll, eher seltener, dafür aber durchdringend zu gießen, damit das Wasser die Wurzeln erreicht“, sagte er. Für ein Einzelgrab empfiehlt er rund 40 Liter Wasser.
Mehrere Kommunen und Landkreise haben wegen der anhaltenden Trockenheit die Bewässerung von Gärten und Grünflächen zeitweise eingeschränkt oder verboten. Einheitliche bundesweite Regelungen gibt es nicht.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedhof (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Bund deutscher Friedhofsgärtner fordert Ausnahmen von behördlichen flächendeckenden Gießverboten für die Grabbewässerung auf Friedhöfen während Hitzeperioden
- Empfehlung des Verbandes für Angehörige: in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend gießen sowie seltener aber durchdringend, für ein Einzelgrab rund 40 Liter Wasser
- Laut Verbandschef ist das Hauptproblem weniger die Hitze als die anhaltende Trockenheit; flächendeckende oder dauerhafte Schäden an Gräbern seien derzeit nicht absehbar
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen: Gräber bzw. Grabbewässerung auf Friedhöfen durch flächendeckende behördliche Gießverbote; Ausnahmen für Friedhofsgräber werden vom Bund deutscher Friedhofsgärtner gefordert, weil Hitze/Trockenheit die Bepflanzungen belastet
- Zielgruppen/Regionen: Kommunen und Landkreise mit zeitweisen Einschränkungen oder Verboten der Bewässerung von Gärten und Grünflächen; keine einheitlichen bundesweiten Regelungen genannt
- Zahlen/Fristen/Zeiträume: keine festen Fristen; Empfehlung für Einzelgrab ca. 40 Liter Wasser; Gießen früh morgens oder spät abends, eher seltener aber durchdringend, während Hitzeperioden/Trockenphasen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- anhaltende Hitze- und Trockenphasen belasten Grabbepflanzungen stark, entscheidend ist dabei die anhaltende Trockenheit
- mehrere Kommunen und Landkreise verhängen zeitweise Gießverbote für Gärten und Grünflächen, bundesweit einheitliche Regelungen fehlen
- Auslöser ist die Dürre mit Bewässerungsbeschränkungen; Empfehlung ist in frühen Morgenstunden oder späten Abend zu gießen und für ein Einzelgrab etwa 40 Liter durchdringend zu verwenden
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Der Bund deutscher Friedhofsgärtner fordert, dass Grabbewässerung auf Friedhöfen von flächendeckenden Gießverboten ausgenommen wird
- Angehörige empfiehlt der Verband, in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend zu gießen und eher seltener aber durchdringend, damit das Wasser die Wurzeln erreicht
- Mehrere Kommunen und Landkreise schränken oder verbieten derzeit zeitweise die Bewässerung von Gärten und Grünflächen wegen der Trockenheit
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