SPD-Politikerin fordert Stadionverbote für säumige Unterhaltszahler

13. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Unterhaltspflicht und Rückholquote in

Berlin () – SPD-Familienpolitikerin Jasmina Hostert hat in der Debatte um den staatlichen Unterhaltsvorschuss für säumige Unterhaltszahler auch Stadionverbote ins Spiel gebracht. Im Nachrichtensender „Welt“ forderte die Sprecherin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Fraktion am Montag, der Staat müsse die Konsequenzen für das Nichtzahlen von Unterhalt „deutlich stärker erhöhen“.

Ein Stadionverbot könne dabei eine bessere Maßnahme sein als etwa ein Führerscheinentzug oder andere Strafmaßnahmen: „Das ist, glaube ich, etwas, was vielen wehtun wird.“ Hostert sagte, sie wisse, dass zur Debatte stand, dass man den Führerschein entzieht. Gleichzeitig müsse man bei diesem Vorschlag auch überlegen, ob das nicht gerade wichtig sei, damit die Väter ihrer Arbeit nachgehen könnten. Man könne sich aber auch andere Dinge vorstellen, so etwas wie Stadionverbot. Sie würde sogar so weit gehen bis zu einem Schufa-Eintrag. Sie finde, wenn man Geld habe für andere Dinge, aber nicht Geld habe, Unterhalt für sein eigenes Kind zu bezahlen, da laufe irgendwas falsch.

Es sei nicht in Ordnung, „wenn sich jemand eine Dauerkarte fürs Stadion leisten kann, aber keinen Unterhalt zahlt“. Die meisten Unterhaltsverweigerer seien Männer. Eine Rückholquote des Staates von „gerade mal 17 Prozent“ sei insgesamt „viel, viel zu wenig“, kritisierte Hostert.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Fußball (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • SPD-Familienpolitikerin Jasmina Hostert fordert, dass der Staat die Konsequenzen bei Nichtzahlung von Unterhalt deutlich stärker erhöht
  • Hostert hält Stadionverbote für eine bessere Maßnahme als andere Strafen wie Führerscheinentzug und würde alternativ sogar einen Schufa-Eintrag erwägen
  • Hostert kritisiert die Rückholquote des Staates bei Unterhaltsdurchsetzung mit 17 Prozent als zu niedrig

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Unterhaltsverweigerer im staatlichen Unterhaltsvorschuss-Kontext; Zielgruppen: vor allem Väter/Männer, die Unterhalt nicht zahlen; Forderung nach deutlich stärkeren staatlichen Konsequenzen (u.a. Stadionverbot statt Führerscheinentzug/andere Strafmaßnahmen, bis hin zu Schufa-Eintrag)
  • Region: Deutschland; Zeitraum/Anlass: Debatte am Montag im Nachrichtensender „Welt“; genannt wird eine Rückholquote des Staates von 17 Prozent als zu niedrig

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Nichtzahlung von Unterhalt durch säumige Unterhaltszahler, überwiegend Männer, wobei als besonders problematisch kritisiert wird, dass trotz finanzieller Möglichkeiten (z.B. Dauerkarte fürs Stadion) kein Unterhalt für das eigene Kind gezahlt wird
  • Staatliche Sanktionen gelten als zu schwach, insbesondere die geringe Rückholquote von etwa 17 Prozent für ausgebliebene Unterhaltszahlungen
  • Debattenkontext um Verschärfung des staatlichen Unterhaltsvorschusses und Forderung nach deutlicheren Konsequenzen, ausgelöst durch Überlegungen zu wirksameren Maßnahmen wie Stadionverboten statt weniger/anderer Strafen wie Führerscheinentzug oder vergleichbaren Sanktionen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • SPD-Fraktion fordert, dass der Staat die Konsequenzen für Nichtzahlung von Unterhalt deutlich stärker erhöht
  • Als mögliche Sanktionen werden unter anderem Stadionverbote (alternativ auch Führerscheinentzug oder andere Maßnahmen) sowie ein Schufa-Eintrag genannt
  • Kritik an der niedrigen Rückholquote des Staates von etwa 17 Prozent für eingetriebene Unterhaltszahlungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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