Umfrage: Gesundheitsprobleme durch Hitze auf dem Vormarsch

13. Juli 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitliche Folgen der Hitze in
() – Immer mehr Menschen leiden unter den Folgen extremer Hitze. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit berichtet inzwischen fast jeder Dritte von gesundheitlichen Beschwerden durch hohe Temperaturen.

Die häufigsten Symptome sind Müdigkeit, Schlafprobleme und Kreislaufbeschwerden. Besonders stark betroffen sind die Bereiche Pflege, Krankenhaus und Kinderbetreuung. Auch die Sorgen der Menschen vor dem Extremwetter steigen: Laut Umfrage machen sich knapp zwei Drittel große beziehungsweise sehr große Sorgen.

Drei Viertel der Befragten halten derweil die aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für unzureichend. Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit, forderte, dass Bund, Länder und Kommunen verstärkt an Hitzeschutzplänen arbeiten sollten. Der Hitzeschutz müsse insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder verbessert werden.

Laut Erhebung haben Gesundheitsprobleme in den letzten drei Jahren um zehn Prozentpunkte zugenommen. 30 Prozent der Befragten leiden darunter. Besonders Frauen sind dabei mit 40 Prozent fast doppelt so oft betroffen wie Männer (21 Prozent). Am häufigsten berichten Erwachsene im Alter von 30 bis 44 Jahren mit 35 Prozent von gesundheitlichen Beschwerden. Zudem leiden vornehmlich 38 Prozent der in Großstädten lebenden Menschen an Gesundheitsproblemen.

Für den „Hitzereport“ der DAK-Gesundheit wurden 1.519 Bundesbürger ab 18 Jahren vom Forsa-Institut online befragt. Die Erhebung wurde vom 22. Juni bis zum 1. Juli 2026 durchgeführt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sonnenbaden (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Fast jeder Dritte berichtet laut Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit über gesundheitliche Beschwerden durch hohe Temperaturen
  • Knapp zwei Drittel machen sich laut Umfrage große bzw. sehr große Sorgen wegen des Extremwetters, drei Viertel halten die aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für unzureichend
  • Gesundheitsprobleme haben in den letzten drei Jahren um zehn Prozentpunkte zugenommen; 30 Prozent sind betroffen, Frauen 40 Prozent vs. Männer 21 Prozent

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind in Deutschland besonders Pflege, Krankenhaus und Kinderbetreuung sowie häufiger ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder; fast jeder Dritte (30 Prozent) hat in den letzten drei Jahren Gesundheitsprobleme, Frauen 40 Prozent vs Männer 21 Prozent, am häufigsten Erwachsene 30-44 Jahre (35 Prozent) und 38 Prozent der Großstadtbewohner
  • Sorgegrad/Zeitraum: knapp zwei Drittel (große oder sehr große Sorgen) wegen Extremwetter; Gesundheitsprobleme nahmen in den letzten drei Jahren um zehn Prozentpunkte zu; Erhebung mit 1.519 Bundesbürgern (18+) vom 22. Juni bis 1. Juli 2026
  • Einschätzung zu Maßnahmen: 3 Viertel (75 Prozent) halten die aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für unzureichend, mit Fokus auf Verbesserung der Hitzeschutzpläne durch Bund, Länder und Kommunen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Immer mehr Menschen leiden unter Folgen extremer Hitze; fast jeder Dritte berichtet gesundheitliche Beschwerden, mit Zunahme der Gesundheitsprobleme um zehn Prozentpunkte in den letzten drei Jahren (30 Prozent)
  • Häufige Beschwerden sind Müdigkeit, Schlafprobleme und Kreislaufbeschwerden; besonders stark betroffen sind Pflege, Krankenhaus und Kinderbetreuung sowie ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder
  • Als Kontext-/Auslöser werden unzureichende Hitzeschutzmaßnahmen genannt; drei Viertel halten sie für unzureichend, und knapp zwei Drittel machen sich große oder sehr große Sorgen vor dem Extremwetter

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bund, Länder und Kommunen sollen verstärkt an Hitzeschutzplänen arbeiten und diese insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder verbessern
  • Die Hitzeschutzmaßnahmen sollen nach Auffassung der Umfrage offenbar nachgebessert werden, da drei Viertel sie für unzureichend halten
  • Pflege, Krankenhäuser und Kinderbetreuung sollen stärker in den Fokus der Hitzeschutzmaßnahmen gerückt werden, weil dort besonders viele Menschen betroffen sind
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH