Zahl der Zwangsversteigerungen legt immer schneller zu

9. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Anstieg der Zwangsversteigerungen in Deutschland

() – Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien in legt immer schneller zu. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 7.845 Immobilien mit einem Verkehrswert von insgesamt 2,59 Milliarden Euro aufgerufen, das sind 8,4 Prozent mehr Objekte als im Vorjahreszeitraum, heißt es in einer Analyse des Ratinger Fachverlags Argetra, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Viele Stundungsverfahren sowie die Tatsache, dass Eigentümer mit Zahlungsschwierigkeiten ihre Immobilien auf dem Markt offenbar veräußern, bevor Banken oder Sparkassen eine Zwangsversteigerung beantragen mussten, verhinderten lange einen stärkeren Anstieg der Zwangsversteigerungen – dies scheine sich aber nun zu ändern, schreiben die Analysten.

Im Gesamtjahr 2025 betrug das Plus gegenüber dem Vorjahr noch lediglich 4,7 Prozent. Setze sich der Trend des ersten Halbjahres 2026 fort, könnten im Gesamtjahr 2026 rund 15.000 Immobilienobjekte zwangsversteigert werden – das wäre dann auf Jahressicht ein Anstieg um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2025 mit 14.082 Objekten.

Betrachtet man die Anzahl der Termine pro 100.000 Haushalte, ist die Zahl der anberaumten Zwangsversteigerungstermine in (33) mehr als doppelt so hoch wie in (14). Durchschnittlich waren bundesweit im Halbjahr 19 (im Vorjahr 18) von 100.000 Haushalten von Zwangsversteigerungen betroffen.

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Rund 70 Prozent der zwangsversteigerten Objekte sind Wohnimmobilien mit dem Löwenanteil bei Ein- und Zweifamilienhäusern, gefolgt von Eigentumswohnungen. Den Rest von 30 Prozent teilen sich die Gewerbegrundstücke, Wohn- und Geschäftshäuser, Grundstücke und sonstige Immobilien.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Amtsgericht (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Zwangsversteigerungen auf 7.845 Immobilien, ein Anstieg um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Prognose für 2026: rund 15.000 Zwangsversteigerungen, was einem Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber 2025 entspricht.
  • Thüringen hat mit 33 Zwangsversteigerungsterminen pro 100.000 Haushalte die höchste Rate, während Bayern nur 14 hat.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Eigentümer von Immobilien mit Zahlungsschwierigkeiten
  • Regionen: Thüringen (33 Termine pro 100.000 Haushalte), Bayern (14 Termine)
  • Zahlen/Fristen: 7.845 Immobilien im ersten Halbjahr 2026, 15.000 geschätzte Zwangsversteigerungen im Gesamtjahr 2026

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Anstieg der Zwangsversteigerungen im ersten Halbjahr 2026 um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Eigentümer mit Zahlungsschwierigkeiten veräußern Immobilien, bevor Banken Zwangsversteigerungen beantragen.
  • Prognose: Möglicher Anstieg auf rund 15.000 zwangsversteigerte Immobilien im Gesamtjahr 2026.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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