Münster ist nicht die regenreichste Stadt Deutschlands

6. Juli 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Klima und Wetterphänomene in Münster

Münster () – Entgegen der landläufigen Meinung gehört Münster nicht zu den regenreichsten Gebieten Deutschlands. Das hat der Mikrometeorologe Toprak Aslan von der Universität Münster mitgeteilt.

Die Wahrnehmung eines besonders regnerischen Münsters werde wahrscheinlich durch das relativ häufige Auftreten von bewölktem und unbeständigem Wetter beeinflusst, das mit dem maritimen Einfluss Westeuropas zusammenhänge.

Seit 2014 steht auf dem Dach des GEO1-Gebäudes der Universität ein Langzeitmessturm, der alle zehn Minuten Klimavariablen erfasst. Die Auswertung der Daten zeigt, dass zwischen 12 Uhr und Mitternacht 32 Prozent mehr Regen fällt als in der ersten Tageshälfte.

Insbesondere zwischen 16 und 19 Uhr fällt durchschnittlich etwa ein Viertel der täglichen Niederschlagsmenge. Dieses Phänomen entsteht durch das Zusammenspiel von Meeresfeuchtigkeit und kontinentaler Erwärmung, die am späten Nachmittag zu heftigen Regengüssen führen kann.

Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge in Münster beträgt 715,7 Millimeter, wobei es große jährliche Schwankungen gibt.

Das niederschlagsreichste Jahr war 2017 mit über 1.100 Millimetern, das trockenste Jahr 2018 mit weniger als 500 Millimetern. Die heißeste gemessene Temperatur lag am 25. Juli 2019 bei 37,6 Grad.

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Die Messdaten stehen auf der Webseite der Forschungsgruppe „Biosphere-Atmosphere Interaction“ für die Öffentlichkeit frei zur Verfügung. Die Finanzierung für den Messturm läuft jedoch aus, sodass die Forscher hoffen, schnell finanzielle Unterstützung für den langfristigen Erhalt dieser Klimainfrastruktur zu erhalten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nasser Regenschirm (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Münster gehört nicht zu den regenreichsten Gebieten Deutschlands.
  • Zwischen 12 Uhr und Mitternacht fällt 32 Prozent mehr Regen als in der ersten Tageshälfte.
  • Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt 715,7 Millimeter mit großen Schwankungen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Wissenschaftler, Klimaforscher, Studierende
  • Region: Münster, Deutschland
  • Durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge: 715,7 mm; Jahr 2017: über 1.100 mm; Jahr 2018: unter 500 mm

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Falsche Wahrnehmung der Regenhäufigkeit aufgrund von häufigem bewölktem Wetter
  • Meeresfeuchtigkeit und kontinentale Erwärmung führen zu häufigen kräftigen Regengüssen am Nachmittag
  • Große jährliche Niederschlagschwankungen zwischen 715,7 mm und über 1.100 mm

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Unterstützung für den langfristigen Erhalt des Messturm anfordern
  • Finanzielle Unterstützung für die Klimainfrastruktur sichern
  • Öffentlich zugängliche Datenbereitstellung fördern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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