Berlin führt als erstes Bundesland ein Wohnungs- und Mietenkataster ein

2. Juli 2026

Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Wohnungsmarkt Berlin: Neuer Mietenschutz durch Kataster

() – Berlin hat als erstes Bundesland ein Wohnungs- und Mietenkataster beschlossen. Das hat die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus mitgeteilt.

Der Gesetzentwurf wurde gemeinsam mit dem Koalitionspartner bei Enthaltung der Grünen- und Linksfraktion verabschiedet. Ziel ist eine vollständige digitale Übersicht über den Berliner Mietwohnungsbestand, um geltendes Mietrecht wirksamer durchzusetzen und den Mieterschutz zu stärken.

Hintergrund ist die angespannte Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt.

Während die durchschnittliche Miete im Bestand bei 7,71 Euro pro Quadratmeter liegt, werden bei Neuvermietungen im Schnitt bereits 15,78 Euro pro Quadratmeter verlangt. Die von der SPD-geführten Senatsverwaltung eingerichtete Mietpreisprüfstelle habe in 94 Prozent der geprüften Fälle eine überhöhte Miete festgestellt, in rund zwei Dritteln der Fälle lag sie sogar um mehr als 50 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Vermieter und Verfügungsberechtigte werden künftig verpflichtet, in einem Portal zentrale Angaben zu ihren Mietwohnungen und Mietverhältnissen digital zu melden – etwa Wohnfläche, Ausstattung, Miethöhe, Betriebs- und Heizkosten oder Modernisierungsumlagen.

Insgesamt sollen rund 1,8 Millionen Mietverhältnisse erfasst werden. Auffälligkeiten werden automatisch erkannt und an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

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Fraktionschef Raed Saleh erklärte, der Mieterschutz dürfe nicht davon abhängen, ob einzelne Mieter genug Zeit, Geld oder juristische Kenntnisse hätten, um sich gegen überhöhte Mieten zu wehren.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wohnhaus mit Balkonen (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Berlin hat als erstes Bundesland ein Wohnungs- und Mietenkataster beschlossen.
  • Vermieter müssen zentrale Angaben zu Mietwohnungen digital melden.
  • In der Mietpreisprüfstelle wurden in 94 Prozent der Fälle überhöhte Mieten festgestellt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Mieter in Berlin (ca. 1,8 Millionen Mietverhältnisse)
  • Durchschnittliche Miete im Bestand: 7,71 Euro/qm; Neuvermietung: 15,78 Euro/qm
  • Starke Überprüfungen: 94% der Fälle haben überhöhte Mieten festgestellt, oft über 50% über ortsüblicher Vergleichsmiete

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Angespannte Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt
  • Hohe Differenz zwischen Bestandsmieten und Neuvermietungen
  • Hohe Zahl überhöhter Mieten bei Prüfungen durch Mietpreisprüfstelle
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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