Hausärzte kritisieren Abschaffung der Telefon-Krankschreibung

2. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Deutschland unter Kritik

() – Die Hausärzte haben die Vorhaben der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und eine verpflichtende Vorlage der Krankschreibung ab dem ersten Tag einzuführen.

Die Beschlüsse seien „absolut katastrophal“, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beier, dem „Redaktionsnetzwerk „. „Auf unsere Praxen kommt damit eine riesige Bürokratiewelle zu, die kaum zu bewältigen sein wird“, betonte er. Die Koalition mache sich mit diesen vollkommen faktenfreien Beschlüssen nicht nur unglaubwürdig, sie nehme auch die komplette Überlastung der Praxen billigend in Kauf, beklagte der Mediziner.

Alle Statistiken und Untersuchungen belegten zweifelsfrei, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu mehr Krankschreibungen geführt habe. Es handele sich nur um einen statistischen Effekt, weil durch die elektronische Erfassung mehr Krankschreibungen in der Statistik auftauchten, so der Verbandschef.

Die Krankschreibungspflicht ab Tag eins werde dazu führen, dass Millionen zusätzliche Menschen in die Arztpraxen kommen müssten, nur um sich eine Krankschreibung abzuholen – „ohne dass das medizinisch irgendeinen Sinn ergibt“. Die Folgen seien längere Wartezeiten für die Patienten, die wirklich medizinische Hilfe brauchten, so Blumenthal-Beier.

Siehe auch:  Merz räumt zu große Versprechungen ein
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv)

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  • Hausärzte; Kritik an Änderungen der Krankschreibung
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Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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