90 Prozent der Rüstungsexporte entfallen auf vier Bundesländer

19. Juni 2026

Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Rüstungsexporte in Deutschland: Bundesländer im Fokus

() – Mehr als 90 Prozent aller genehmigten Rüstungsexporte der vergangenen Jahre entfallen auf nur vier Bundesländer: , , Niedersachsen und . Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, über die das „Redaktionsnetzwerk “ (Freitagausgaben) berichtet.

Demnach wurden für Baden-Württemberg von 2023 bis Ende April 2026 Einzelausfuhrgenehmigungen für Kriegswaffen und sonstige Rüstungsgüter im Wert von insgesamt 12,4 Milliarden Euro erteilt.

Auf in Bayern ansässige Antragsteller entfielen 12,3 Milliarden, auf Niedersachsen 9,3 Milliarden und auf Schleswig-Holstein 3,3 Milliarden Euro.

Zusammen entsprach das rund 91 Prozent aller Einzelausfuhrgenehmigungen in diesem Zeitraum. Der Schwerpunkt auf diesen vier Bundesländern erklärt sich aus den Produktionsstandorten der großen deutschen Rüstungsunternehmen.

Für Baden-Württemberg wurden bis Ende April dieses Jahres bereits Ausfuhren im Wert von 4 Milliarden Euro genehmigt – das ist jetzt schon mehr als der Wert für das gesamte Vorjahr.

Die außenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Cansu Özdemir, erwartet, dass 2026 erneut ein Rekord bei den Rüstungsexporten erreicht werden könnte. So seien in den ersten vier Monaten bereits Einzelausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter im Wert von 7,3 Milliarden Euro erteilt worden, davon im Umfang von 5,3 Milliarden für Kriegswaffen.

Siehe auch:  Röwekamp kritisiert Trumps Drohung zu Brücken-Zerstörung im Iran

Würde sich dieses Niveau fortsetzen, ergäbe sich hochgerechnet auf das gesamte Jahr eine Summe von fast 22 Milliarden Euro – deutlich höher als der Vorjahresrekord von rund 13 Milliarden Euro, sagte Özdemir.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Panzer-Transport auf der Autobahn (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Über 90 % der genehmigten Rüstungsexporte entfallen auf vier Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
  • Für Baden-Württemberg wurden von 2023 bis April 2026 Einzelausfuhrgenehmigungen im Wert von 12,4 Milliarden Euro erteilt.
  • In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden bereits Rüstungsexportgenehmigungen im Wert von 7,3 Milliarden Euro erteilt, mit einem möglichen Jahreswert von fast 22 Milliarden Euro.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein
  • Rüstungsexporte von 2023 bis Ende April 2026: Baden-Württemberg 12,4 Milliarden Euro, Bayern 12,3 Milliarden Euro, Niedersachsen 9,3 Milliarden Euro, Schleswig-Holstein 3,3 Milliarden Euro
  • Prognose für 2026: mögliche Rüstungsexporte von fast 22 Milliarden Euro, basierend auf ersten vier Monaten 2023 (7,3 Milliarden Euro genehmigt)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • 90 % der genehmigten Rüstungsexporte stammen aus vier Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein).
  • Hohe Ausfuhrgenehmigungen aufgrund der Produktionsstandorte großer Rüstungsunternehmen in diesen Regionen.
  • Erwartung eines neuen Rekords bei Rüstungsexporten, basierend auf bisherigen Genehmigungen 2023.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Genehmigung von Rüstungsexporten in vier Bundesländern stark konzentriert.
  • Erwartung eines Rekords bei den Rüstungsexporten bis 2026.
  • Bereitstellung von Einzelausfuhrgenehmigungen im Wert von 7,3 Milliarden Euro in den ersten vier Monaten dieses Jahres.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH