Ministerium rechnet mit mehr Tierversuchen bei der Bundeswehr
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Tierschutz und Forschung in Berlin
Berlin () – Das Bundesverteidigungsministerium rechnet in den kommenden Jahren mit einem Anstieg der Projekte, bei denen Tiere verwendet oder getötet werden. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken.
„Aufgrund der hohen Komplexität der Fragestellungen und vor dem Hintergrund der veränderten geopolitischen Lage ist bis zum Jahr 2029 mit einem Anstieg entsprechender Forschungsvorhaben zu rechnen“, schreibt das Ministerium demnach. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken, Ina Latendorf, übte Kritik daran. Anstatt mehr Tierversuche in der Bundeswehr bräuchte es einen konkreten gesamtgesellschaftlichen Ausstiegsplan und ein sofortiges Verbot von schweren Tierversuchen, sagte sie der Zeitung. Eine Mehrheit der Bevölkerung stehe Tierversuchen kritisch gegenüber, führte Latendorf aus.
Wie viele Versuchstiere die Bundeswehr in den vergangenen Jahren genutzt hat, geht aus den Antworten nicht hervor. Die Bundesregierung hat die Zahlen als Verschlusssache eingestuft. Frühere Antworten zeigen allerdings, dass die Bundeswehr 2019 knapp 400 Versuchstiere nutzte. 2011 waren es mehr als 900 Tiere. Die Regierung teilte mit, dass die „einschlägigen gesetzlichen Vorgaben zum Tierschutz bei Tierversuchen strikt eingehalten“ würden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldat (Archiv) |
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- Anstieg der Tierversuche aufgrund der hohen Komplexität und veränderter geopolitischer Lage bis 2029
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