Linke kritisiert Einsparungen bei Organspendeberatung
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Organspende und Informationsbedarf in Berlin
Berlin () – Der Linken-Abgeordnete Ates Gürpinar fordert Bund und Länder auf, besser über die Organspende zu informieren.
„Bund und Länder müssen konsequent daran arbeiten, die enorme Spendebereitschaft endlich in zahlreiche gut informierte Entscheidungen zu überführen“, sagte Gürpinar der „Rheinischen Post“. Leider seien verabschiedete Maßnahmen hierzu nicht nur ungenügend umgesetzt worden, sie sollten nun sogar zurückgedreht werden.
Er forderte, Hürden bei der Dokumentation abzubauen, etwa durch niedrigschwellige Zugänge zum Organspenderegister und die Dokumentationsmöglichkeit in kommunalen Ämtern. Gürpinar kritisierte, nun solle sogar die Vergütung für die ärztliche Beratung zur Organspende abgeschafft werden. Hinzu kämen sowieso schon mangelhafte Strukturen in den Kliniken und das Fehlen einer breit angelegten Aufklärungs- und Informationskampagne.
Ates Gürpinar ist Teil einer interfraktionellen Gruppe, die sich im Bundestag gegen die Widerspruchslösung einsetzt. Der aktuelle Jahresbericht des Organspenderegisters zeigt, dass bis Februar 2026 rund 570.000 Erklärungen eingetragen wurden. Rund 90 Prozent stimmen zumindest einer teilweisen Organ- oder Gewebespende zu.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bluttransport (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Ates Gürpinar fordert bessere Information über Organspende von Bund und Ländern.
- Hürden bei der Dokumentation sollen abgebaut werden, einschließlich niedrigschwelliger Zugänge zum Organspenderregister.
- Die Vergütung für ärztliche Beratung zur Organspende könnte abgeschafft werden.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Bund und Länder, potenzielle Organspender, Kliniken
- Zielgruppe: Allgemeine Bevölkerung, medizinische Fachkräfte
- Fristen: Bis Februar 2026, 570.000 Eintragungen im Organspenderegister
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Mangelnde Information über Organspende durch Bund und Länder
- Abbau von Hürden bei der Dokumentation und Zugang zum Organspenderegister gefordert
- Kritik an der Abschaffung der Vergütung für ärztliche Beratung zur Organspende
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Bund und Länder sollen besser über Organspende informieren
- Hürden bei der Dokumentation abbauen, z.B. über niedrigschwellige Zugänge zum Organspenderegister
- Ärztliche Beratung zur Organspende nicht abschaffen
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