Ott will Sicherheit im öffentlichen Raum stärker thematisieren
Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
NRW-Politik: SPD und gesellschaftliche Herausforderungen
Berlin () – Der designierte Spitzenkandidat der NRW-SPD für die Landtagswahl 2027, Jochen Ott, hat Fehler seiner Partei im Umgang mit gesellschaftlichen Problemen eingeräumt.
„Wir waren an manchen Stellen sprachlos, an anderen feige“, sagte Ott der „Welt“ (Donnerstagausgabe). „Wir haben uns nicht getraut, bei bestimmten Themen Klartext zu sprechen.“
Die Partei habe dies inzwischen erkannt und korrigiert.
Ott kündigte an, sich stärker an der Offenheit vieler SPD-Oberbürgermeister vor Ort zu orientieren. „Wenn Frauen mit Kinderwagen oder ältere Menschen öffentliche Plätze nicht mehr unbeschwert nutzen können, weil sie angepöbelt werden oder Menschen dort Drogen konsumieren, muss das thematisiert werden“, sagte er.
Der öffentliche Raum dürfe nicht zum Angstraum werden – egal, ob im Ruhrgebiet oder in Teilen von Köln. „Wer sich nicht an die Regeln hält, muss die Konsequenzen spüren.“
Mit Blick auf die Migrationsdebatte sagte Ott, entscheidend sei nicht die Herkunft eines Menschen.
Deutschland sei zugleich auf Zuwanderung angewiesen. Pflegeexperten hätten ihn zuletzt erneut darauf hingewiesen, dass dringend Fachkräfte aus dem Ausland benötigt würden, „damit das System nicht kollabiert“, so Ott.
„Jeder, der arbeitet, sich an die Regeln hält, sich integriert und bereit ist, Teil unserer Gesellschaft zu werden, ist herzlich willkommen. Wer sich nicht an die Regeln hält, eben nicht. Diese Haltung ist die Haltung der SPD.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Jochen Ott (Archiv) |
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- Jochen Ott erkennt Fehler der NRW-SPD im Umgang mit gesellschaftlichen Problemen an.
- Er will sich an der Offenheit von SPD-Oberbürgermeistern orientieren.
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