Sachsen bringt Bundesratsinitiative zur Stärkung des dualen Mediensystems ein

9. Juni 2026

Regional - Sachsen - aktuelle Fakten und Einordnung

Medienpolitik und Wettbewerbsförderung in Sachsen

() – Der Freistaat hat zur Bundesratssitzung am kommenden Freitag eine Entschließung zur Verbesserung der kartellrechtlichen Rahmenbedingungen im Medienbereich eingebracht. Ziel sei es, Kooperationen zwischen Medienunternehmen zu erleichtern und neue wirtschaftliche Spielräume zu schaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Anbieter gegenüber globalen Plattformkonzernen zu stärken, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit.

Der Staatskanzleichef Andreas Handschuh sagte, dass die hiesigen Medienhäuser durch bestehende Auflagen gebremst würden, während globale Plattformen im digitalen Werbemarkt immer größer würden.

Es gehe nicht um weniger Wettbewerb, sondern darum, fairen Wettbewerb überhaupt wieder möglich zu machen. Hintergrund der Initiative ist der tiefgreifende Strukturwandel im Mediensektor, der durch die Dominanz globaler Plattformanbieter im digitalen Werbemarkt geprägt ist.

Sachsen schlägt ein Maßnahmenpaket zur kartellrechtlichen Absicherung von Medienkooperationen vor.

Dazu gehören die Überführung einer entsprechenden europäischen Ausnahmevorschrift in nationales Recht, die Einführung einer umfassenden Bereichsausnahme für den Medienbereich sowie eine verfahrensrechtliche Erleichterung durch die Möglichkeit einer verbindlichen Entscheidung des Bundeskartellamts. Diese Initiative knüpft an den Beschluss der Rundfunkkommission der Länder vom März an, die sich ebenfalls für verbesserte kartellrechtliche Rahmenbedingungen ausgesprochen hatte.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Sachsen hat eine Entschließung zur Verbesserung des kartellrechtlichen Rahmens im Medienbereich in den Bundesrat eingebracht.
  • Geplant sind Maßnahmen wie eine europäische Ausnahmevorschrift in nationales Recht und umfassende Bereichsausnahmen für den Mediensektor.
  • Ziel ist es, Kooperationen zwischen Medienunternehmen zu erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit gegen globale Plattformkonzerne zu stärken.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Medienunternehmen in Deutschland
  • Sachsen (als Bundesland)
  • Ziel: Förderung von Kooperationen und Wettbewerbsfähigkeit gegen globale Plattformen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Verbesserung der kartellrechtlichen Rahmenbedingungen im Medienbereich
  • Erleichterung von Kooperationen zwischen Medienunternehmen
  • Wettbewerbsfähigkeit heimischer Anbieter gegen globale Plattformkonzerne stärken

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einbringung einer Entschließung zur Verbesserung der kartellrechtlichen Rahmenbedingungen im Medienbereich im Bundesrat
  • Vorschlag eines Maßnahmenpakets zur kartellrechtlichen Absicherung von Medienkooperationen
  • Einführung einer umfassenden Bereichsausnahme und Verfahrensvereinfachungen durch das Bundeskartellamt
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