Rund 4.400 Fälle häuslicher Gewalt in Hannover

8. Juni 2026

Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Häusliche Gewalt in Hannover 2025

() – In Hannover wurden im Jahr 2025 insgesamt 4.399 Fälle häuslicher Gewalt mit weiblichen Betroffenen registriert. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zu 2024 dar, als 4.338 Fälle verzeichnet wurden.

Die Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) berichteten von 3.702 weiblichen Betroffenen, was ebenfalls einen Anstieg im Vergleich zu 2024 (3.655) darstellt. Die Zahl der Frauen, die sich direkt bei den BISS-Verbundstellen gemeldet haben, ist jedoch leicht von 997 auf 982 Personen gesunken.

Dies geht aus dem Jahresbericht des Hannoverschen Interventionsprogramms (HAIP) hervor.

Häusliche Gewalt ist ein ernstes Thema, das oft zu wenig Beachtung findet. Die Gleichstellungsbeauftragte von Hannover, Luisa Arndt, betont die Notwendigkeit, das Schweigen zu brechen und den Betroffenen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie dringend benötigen.

Ein wichtiger Bestandteil der HAIP-Arbeit war der Klausurtag zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, der im vergangenen Jahr stattfand. Diese Konvention zielt darauf ab, Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt umfassend zu bekämpfen und fordert unter anderem eine bessere Finanzierung der Gewaltschutzinfrastruktur.

Ein weiterer Schwerpunkt der HAIP-Arbeit war die Ausstellung „HerzSchlag“, die im Dezember im Neuen Rathaus in Hannover gezeigt wurde.

Diese Ausstellung thematisiert Aspekte partnerschaftlicher Gewalt und bietet Informationen zu Hilfsangeboten. Zudem wurde im Oktober 2025 eine Gewaltschutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer eingerichtet, um eine bestehende Versorgungslücke zu schließen.

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Diese Wohnung richtet sich an volljährige Männer, die in akuten Bedrohungslagen Schutz benötigen. HAIP setzt sich weiterhin für die Verbesserung der Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren in der Stadt ein.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizei (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Im Jahr 2025 wurden in Hannover 4.399 Fälle häuslicher Gewalt mit weiblichen Betroffenen registriert, ein Anstieg im Vergleich zu 2024 (4.338 Fälle).
  • Die Anzahl der bei den Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) gemeldeten weiblichen Betroffenen stieg auf 3.702, während die direkten Meldungen bei den BISS-Verbundstellen leicht auf 982 sank.
  • Eine Gewaltschutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer wurde im Oktober 2025 eingerichtet, um eine Versorgungslücke zu schließen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: 4.399 weibliche Personen in Hannover 2025, 4.338 in 2024
  • Betroffene bei BISS: 3.702 Frauen 2025, 3.655 in 2024; leichter Rückgang bei direkten Meldungen von 997 auf 982 Personen
  • Zielgruppe: Frauen und Männer in akuten Bedrohungslagen, speziell durch die Gewaltschutzwohnung für Männer, eingerichtet Oktober 2025

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Anstieg der registrierten häuslichen Gewaltfälle von 2024 auf 2025
  • Notwendigkeit, Hilfe für Betroffene bereitzustellen und das Schweigen zu brechen
  • Umsetzung der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Verbesserung der Gewaltschutzinfrastruktur

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Umsetzung der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt
  • Einrichtung einer Gewaltschutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer
  • Verbesserung der Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren in der Stadt
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