Sicherheitsallianz warnt vor chinesischer Spionage über Linkedin

4. Juni 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Sicherheitspolitik: Online-Spionage durch China

London () – Die Sicherheitsbehörden des „Five Eyes“-Bündnisses haben eine gemeinsame Warnung herausgegeben. Sie befürchten, dass chinesische Geheimdienste verstärkt Online-Jobportale wie Linkedin nutzen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen.

In einer gemeinsamen Erklärung von FBI, dem britischen MI5 sowie den Inlandsgeheimdiensten Australiens, Kanadas und Neuseelands heißt es: „Chinas militärische Nachrichtendienste nutzen eine immer größere Bandbreite an beruflichen Netzwerken und Online-Stellenbörsen, um Regierungs- und Militärangehörige der `Five Eyes-Staaten anzuwerben – sowie alle Personen, die Zugang zu geheimen oder vertraulichen Informationen haben.“

Obwohl es in der Vergangenheit bereits ähnliche Warnungen einzelner Staaten gab, gilt das gemeinsame Bulletin Analysten zufolge als beispiellos. wies die Vorwürfe umgehend zurück. Die chinesische Botschaft in London bezeichnete die Anschuldigungen als „völlig aus der Luft gegriffen“ und „böswillige Verleumdung“. Die „Five Eyes“-Staaten betrieben selbst „skrupellose Spionage und Geheimdienstaktivitäten weltweit“ und stellten die „wahre Bedrohung für friedliebende Länder“ dar.

Das als „Safeguarding Our Secrets“ betitelte Bulletin beschreibt die Vorgehensweise im Detail. Demnach geben sich chinesische Offiziere oder ihre Helfer als Mitarbeiter privater Beratungsfirmen, Denkfabriken oder Personalagenturen aus. Sie schalten Online-Stellenanzeigen für Außenpolitik- und Verteidigungsanalysten. Erfolgreiche Kandidaten werden dann unter Druck gesetzt, „nicht-öffentliche“ Informationen für angebliche Kunden zu liefern, die in Wirklichkeit mit der chinesischen Regierung verbunden sind.

Zielgruppe der Anwerbung sind vor allem Inhaber von Sicherheitsfreigaben, Militärpersonal im Indopazifik sowie Personen mit indirektem Zugang zu Regierungsinformationen – etwa Wissenschaftler, Journalisten oder Mitarbeiter von Denkfabriken. Die Rekrutierung läuft meist über Plattformen wie Linkedin, Indeed oder Upwork. Die Kontaktaufnahme erfolgt oft über gefälschte, aber professionell wirkende Profile. In Vorstellungsgesprächen wird nach Kontakten zu Regierungsstellen gefragt. Später wird die Kommunikation auf verschlüsselte Kanäle verlagert.

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Die Bezahlung erfolgt je nach Sensibilität der Informationen in Höhe von einigen Hundert bis mehreren Tausend Dollar pro Bericht. Die Behörden betonen, dass selbst unklassifizierte Informationen über Militärstrategien oder Regierungspolitik in Kombination mit anderen Daten ein umfassendes Lagebild ergeben können. Dies könne Leben gefährden, die Wirtschaft schwächen und demokratische Prozesse untergraben. In mehreren Fällen habe dies bereits zu Strafverfolgung, Jobverlusten und dem Entzug von Sicherheitsfreigaben geführt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Sicherheitsbehörden des "Five Eyes"-Bündnisses warnen vor chinesischen Geheimdiensten, die Online-Jobportale nutzen.
  • Zielgruppe sind vor allem Personen mit Sicherheitsfreigaben, Militärpersonal und Wissenschaftler.
  • Anwerbung erfolgt über gefälschte Profile auf Plattformen wie Linkedin und Upwork.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betreffen: Regierungs- und Militärangehörige der "Five Eyes"-Staaten, Inhaber von Sicherheitsfreigaben, Militärpersonal im Indopazifik, Wissenschaftler, Journalisten, Mitarbeiter von Denkfabriken
  • Regionen: "Five Eyes"-Staaten (Australien, Kanada, Neuseeland, Großbritannien, USA)
  • Betroffenheit: Anwerbung, Kontaktaufnahme über Online-Jobportale, Bezahlung von einigen Hundert bis mehrere Tausend Dollar pro Bericht

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Nutzung von Online-Jobportalen durch chinesische Geheimdienste zur Rekrutierung von Regierungs- und Militärangehörigen
  • Anwerbung von Personen mit Zugang zu vertraulichen Informationen durch gefälschte Profile
  • Bedrohung von Sicherheitsfreigaben und Zugang zu sensiblen Daten, die Leben und demokratische Prozesse gefährden können

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Gemeinsame Warnung an die Öffentlichkeit über die Rekrutierung durch chinesische Geheimdienste
  • Überwachung und Analyse von Online-Jobportalen auf verdächtige Aktivitäten
  • Aufklärung und Sensibilisierung von Regierungs- und Militärangehörigen über potenzielle Gefahren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH