3,3 Prozent mehr Geld für Kfz-Beschäftigte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Kfz-Tariflohn in Niedersachsen
Hannover () – Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bekommen seit dem 1. August 3,3 Prozent mehr Geld. Das teilte die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am Dienstag mit.
Damit tritt die zweite Stufe des Tarifabschlusses in Kraft, den die Gewerkschaft im vergangenen Jahr nach Warnstreiks durchgesetzt hatte.
Bereits im Juli 2025 waren die Entgelte um 2,3 Prozent gestiegen, Auszubildende erhielten damals monatlich 80 Euro mehr. Die zweite Stufe bringt nun 3,3 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung.
Erstmals können Beschäftigte zwischen Geld und Zeit wählen: Bei der Option WorkFlex+ können sie bis zu fünf zusätzliche freie Tage im Jahr nehmen. „Mehr Geld bleibt wichtig, um die Lebenshaltungskosten zu decken.
Jedoch ist Zeit für viele genauso wertvoll geworden und nicht ersetzbar“, sagte Markus Wente, Verhandlungsführer der IG Metall Niedersachsen.
In Niedersachsen arbeiten rund 50.000 Menschen in etwa 4.500 Kfz-Betrieben, in Sachsen-Anhalt rund 16.600 in etwa 1.800 Betrieben. Der Tarifvertrag gilt jedoch nicht überall: Viele nicht tarifgebundene Betriebe orientieren sich zwar an den Entgelterhöhungen, übernehmen aber andere Leistungen wie Arbeitszeit oder Urlaubsanspruch nicht.
Nach Angaben der Gewerkschaft zeichnet die IG Metall tarifgebundene Autohäuser mit Betriebsrat mit dem Siegel AutohausFair aus.
Der Tarifvertrag läuft noch bis zum 31. Mai 2027. Die Vorbereitungen für die kommende Tarifrunde sollen im Frühjahr 2027 beginnen. In den Betrieben würden bereits jetzt Themen und Herausforderungen gesammelt, sagte Wente.
Die Beschäftigten seien die Experten, mit ihnen wolle man in die nächste Verhandlungsrunde starten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Autoproduktion (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Seit dem 1. August erhalten Beschäftigte im Kfz-Handwerk in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 3,3 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung (zweite Stufe des Tarifabschlusses)
- Erstmals besteht die Wahlmöglichkeit WorkFlex+ zur Umwandlung von Entgelt in bis zu fünf zusätzliche freie Tage pro Jahr
- Der Tarifvertrag gilt bis zum 31. Mai 2027; die Vorbereitungen für die nächste Tarifrunde sollen im Frühjahr 2027 starten
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Beschäftigte im Kfz-Handwerk in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt; seit 1. August 3,3 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung, zuvor im Juli 2025 +2,3 Prozent und +80 Euro für Auszubildende; Tarifvertrag gilt bis 31. Mai 2027, nächste Tarifrunde Vorbereitungen ab Frühjahr 2027
- Zielgruppen/Umfang Regionen: Niedersachsen rund 50.000 Beschäftigte in ca. 4.500 Kfz-Betrieben, Sachsen-Anhalt rund 16.600 in ca. 1.800 Betrieben; viele nicht tarifgebundene Betriebe übernehmen zwar Entgelterhöhungen, aber nicht alle anderen Leistungen wie Arbeitszeit oder Urlaubsanspruch
- Option WorkFlex+ erstmals für Beschäftigte: Wahl zwischen Geld und Zeit, bis zu fünf zusätzliche freie Tage im Jahr
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Tarifabschluss nach Warnstreiks im vergangenen Jahr, zweite Stufe tritt seit dem 1. August in Kraft mit 3,3 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung
- Zeit- und Geldoption WorkFlex+ ermöglicht zusätzlich bis zu fünf freie Tage im Jahr, als Reaktion auf gestiegene Lebenshaltungskosten und den Wunsch nach mehr Zeit
- Kontext: Tarifvertrag gilt bis 31. Mai 2027 und betrifft Beschäftigte in Kfz-Betrieben in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, während nicht tarifgebundene Betriebe teils nur Entgelterhöhungen übernehmen, aber andere Leistungen nicht
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Seit dem 1. August treten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 3,3 Prozent höhere Entgelte und Ausbildungsvergütungen im Kfz-Handwerk in Kraft
- Die Beschäftigten können erstmals zwischen mehr Geld und Zeit wählen, indem sie bei der Option WorkFlex+ bis zu fünf zusätzliche freie Tage pro Jahr nehmen
- Die Vorbereitungen für die nächste Tarifrunde sollen im Frühjahr 2027 beginnen und mit Themen aus den Betrieben gestartet werden
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