AKW-Abschaltung: BMW senkt Energieverbrauch in Ungarn um 15 Prozent
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: BMW trotz Stromknappheit in Ungarn
Berlin () – Die Abschaltung von Atomkraftwerken wegen Niedrigwasser in Ungarn und Rumänien beeinträchtigt auch die deutschen Autohersteller. Anders als Ford und Dacia, die in Rumänien ihre Produktion stoppen, will BMW allerdings weiterproduzieren.
„Durch ein kurzfristig entwickeltes Maßnahmenpaket werden zusätzliche Einsparpotenziale in den Bereichen Anlagenbetrieb, Beleuchtung, Klimatechnik und Ladeinfrastruktur genutzt“, sagte ein BMW-Sprecher der „Welt“ (Dienstagausgabe). Dadurch habe das Werk im ostungarischen Debrecen seinen Energieverbrauch seit Freitag bereits um rund 15 Prozent gesenkt.
BMW profitiere davon, dass der Konzern in dem Werk 50 Hektar Solarfläche installiert habe – auf Dächern etwa über den Parkplätzen der fertiggestellten Autos und auf umliegenden Feldern. An einem Sommertag könne das Werk nahezu vollständig mit der Leistung von bis zu 50 Megawatt betrieben werden. Allerdings arbeitet das Werk im Zweischicht-Betrieb. Daher muss bei Dunkelheit Strom aus dem Netz zugekauft werden.
Auch für Mercedes ist Ungarn ein wichtiger Standort. Der Hersteller hat sein Werk in der Stadt Kecskemet kürzlich erweitert. „Aktuell läuft der Produktionsbetrieb in allen Bereichen ohne Einschränkungen. Wir beobachten die aktuelle Lage sehr genau und stehen dazu in engem, kontinuierlichem Austausch mit den zuständigen Behörden“, sagte ein Sprecher der Zeitung. Für den Konzern stehe die Versorgungssicherheit des Standorts im Fokus.
Aufgrund der Erderhitzung werden in bestimmten Gebieten Dürren und Niedrigwasser häufiger und heftiger. Durch den Klimawandel ändert sich die Niederschlagsverteilung, sodass Niederschlag seltener und dann in größeren Mengen fällt. Die Situation wird verschärft, solange durch das Verbrennen fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre gebracht werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | BMW (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- BMW will trotz Abschaltung von Atomkraftwerken wegen Niedrigwasser in Ungarn und Rumänien weiterproduzieren und nutzt ein kurzfristig entwickeltes Maßnahmenpaket zur Senkung des Energieverbrauchs in Anlagenbetrieb, Beleuchtung, Klimatechnik und Ladeinfrastruktur
- BMW senkte den Energieverbrauch im Werk Debrecen seit Freitag bereits um rund 15 Prozent und betreibt dort eine Solarfläche von 50 Hektar (bis zu 50 Megawatt möglich), wobei bei Dunkelheit Strom aus dem Netz zugekauft werden muss
- Mercedes betreibt den Produktionsbetrieb im Werk Kecskemet aktuell in allen Bereichen ohne Einschränkungen, beobachtet die Lage und steht im engen, kontinuierlichen Austausch mit den Behörden mit Fokus auf Versorgungssicherheit
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind deutsche Autohersteller BMW und Mercedes in Ungarn wegen Abschaltung von Atomkraftwerken durch Niedrigwasser; BMW hat in Debrecen seit Freitag den Energieverbrauch um rund 15 Prozent gesenkt und kann bei Sommertagen mit bis zu 50 Megawatt aus 50 Hektar Solarfläche fast vollständig fahren, arbeitet aber im Zweischichtbetrieb und muss bei Dunkelheit Strom aus dem Netz zukaufen
- BMW betrifft Werkstandort Debrecen in Ostungarn und damit die deutsche Produktionseffekte; dagegen stoppt Ford in Rumänien die Produktion, während Dacia ebenfalls in Rumänien Produktion stoppt (BMW will weiterproduzieren)
- Mercedes betrifft seinen Ungarn-Standort in Kecskemet, Produktion aktuell ohne Einschränkungen; Versorgungssicherheit des Standorts steht im Fokus (Zeitpunkte/konkrete Zahlen werden nicht genannt)
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Niedrigwasser in Ungarn und Rumänien führt zur Abschaltung von Atomkraftwerken, was die Energieversorgung beeinträchtigt und dadurch deutsche Autohersteller stärker betrifft
- BMW will weiterproduzieren, nutzt dafür kurzfristig ein Maßnahmenpaket mit Einsparungen im Anlagenbetrieb, bei Beleuchtung, Klimatechnik und bei der Ladeinfrastruktur, wodurch der Energieverbrauch im Werk Debrecen bereits deutlich sinkt
- Hintergrund ist der Klimawandel: Er verstärkt Dürren und Niedrigwasser durch veränderte Niederschlagsverteilung, wodurch Niederschlag seltener und dann in größeren Mengen fällt
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- BMW nutzt ein kurzfristig entwickeltes Maßnahmenpaket zur Energieeinsparung im Anlagenbetrieb, bei Beleuchtung, Klimatechnik und der Ladeinfrastruktur und senkt dadurch den Energieverbrauch am Standort Debrecen bereits um rund 15 Prozent
- BMW setzt im Werk in Debrecen auf eine große Solarfläche, um einen wesentlichen Teil des Strombedarfs mit bis zu 50 Megawatt Solarleistung zu decken
- Mercedes beobachtet die Lage eng und steht dazu im kontinuierlichen Austausch mit den zuständigen Behörden, um die Versorgungssicherheit des Standorts sicherzustellen
- US-Börsen legen deutlich zu – Dow erreicht Rekordhoch - 4. August 2026
- Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (04.08.2026) - 4. August 2026
- CSU pocht auf Abschaffung der Rente mit 63 - 4. August 2026
