Brandenburger Grüne fordern mehr Personal für Ganztagsbetreuung

2. August 2026

Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Ganztagsbetreuung in

Potsdam () – Die Brandenburger Grünen haben die Landesregierung aufgefordert, den neuen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung nicht als reines Betreuungsversprechen zu verstehen. Das teilte der Landesverband in Potsdam mit.

Seit dem 1. August gilt der bundesweite Anspruch für Kinder der ersten Klassenstufe.

Der Landesverband dankte den Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften für die Vorbereitung des Starts. Gleichzeitig mahnte die Landesvorsitzende Juliana Meyer, viele Grundschulen litten bereits unter Lehrkräftemangel und hoher Arbeitsbelastung.

Das Land dürfe sie mit den zusätzlichen Aufgaben nicht alleinlassen. Der Anspruch umfasst acht Stunden täglich an fünf Tagen pro Woche und gilt auch in den Schulferien.

In bestehen bereits Betreuungsansprüche nach Landesrecht, die nun für eine bessere Qualität der ganztägigen Bildung genutzt werden sollten.

Meyer betonte, Ganztag dürfe nicht als verlängerte Beaufsichtigung verstanden werden. Gute Angebote könnten die Startchancen von Kindern verbessern und Eltern, insbesondere Alleinerziehende und Berufspendler, entlasten.

Für die Umsetzung seien Kooperationen zwischen Schulen, Schulämtern und freien Trägern nötig. Auch die Schülerbeförderung im ländlichen Raum müsse verlässlich gesichert sein.

An einigen Standorten hatten vor den Sommerferien noch offene Fragen zu Abläufen und Zuständigkeiten für Verunsicherung gesorgt. Die Landesregierung müsse Kommunen und Einrichtungen dauerhaft unterstützen, damit aus dem Rechtsanspruch ein spürbarer Bildungsgewinn werde.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Spielendes Kind (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Brandenburger Grüne fordern, den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung nicht als reines Betreuungsversprechen zu verstehen
  • Landesvorsitzende Juliana Meyer fordert Unterstützung von Land und Umsetzung über Kooperationen zwischen Schulen, Schulämtern und freien Trägern sowie verlässliche Schülerbeförderung im ländlichen Raum
  • Ganztagsbetreuung soll nicht als verlängerte Beaufsichtigung verstanden werden; sie soll als ganztägige Bildung mit Qualitätsfokus gestaltet werden, um Startchancen und Entlastung für Eltern (v. a. Alleinerziehende und Berufspendler) zu verbessern

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betrifft Brandenburg: Brandenburger Grüne fordern die Landesregierung auf, den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung nicht als reines Betreuungsversprechen umzusetzen; seit dem 1. August gilt der bundesweite Anspruch für Kinder der 1. Klassenstufe; umfasst acht Stunden täglich an fünf Tagen pro Woche und gilt auch in den Schulferien
  • Betrifft Zielgruppen/Betroffene: Kinder der 1. Klassenstufe sowie Eltern, besonders Alleinerziehende und Berufspendler; betroffen sind zudem Grundschulen mit Lehrkräftemangel und hoher Arbeitsbelastung, inklusive Klärungsbedarf vor den Sommerferien (Abläufe/Zuständigkeiten)
  • Betrifft Umsetzung/Zeitraum: Kooperationen zwischen Schulen, Schulämtern und freien Trägern nötig; Schülerbeförderung im ländlichen Raum muss verlässlich gesichert werden; Forderung nach dauerhafter Unterstützung von Kommunen und Einrichtungen, damit der Anspruch dauerhaft zu Bildungsgewinn führt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Landesverband fordert, den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung nicht nur als Betreuungsversprechen zu behandeln, sondern für bessere Qualität und ganztägige Bildung zu nutzen
  • Hintergrund sind Lehrkräftemangel, hohe Arbeitsbelastung und vor Sommerferien offene Fragen zu Abläufen und Zuständigkeiten, die Verunsicherung auslösten
  • Auslöser ist der seit 1. August geltende bundesweite Anspruch (acht Stunden täglich an fünf Tagen, auch in den Ferien) mit zusätzlichem Bedarf an Kooperationen und verlässlicher Schülerbeförderung in ländlichen Regionen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die Landesregierung soll Kommunen und Einrichtungen dauerhaft unterstützen, damit der Rechtsanspruch in der Praxis zu einem spürbaren Bildungsgewinn wird
  • Kooperationen zwischen Schulen, Schulämtern und freien Trägern sollen für die Umsetzung organisiert werden
  • Die verlässliche Sicherung der Schülerbeförderung im ländlichen Raum soll mitgedacht und gewährleistet werden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)