Neue Kürzungen: Wohnungswirtschaft schickt Brandbrief an Merz

31. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Wohnungsbau in unter Druck

Berlin () – Nach der Ankündigung neuer Kürzungen im Bundeshaushalt hat das Verbändebündnis Wohnungsbau einen Brandbrief an Kanzler Friedrich Merz und weitere Mitglieder der Bundesregierung verschickt. „Streichen Sie dem Wohnungsbau keine Mittel, damit er die Chance hat, wenigstens auf dem niedrigen Niveau, das er aktuell noch hat, weiterzumachen“, heißt es in dem Schreiben, über das die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks “ berichten.

Der unter anderem von der IG BAU, dem Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) unterzeichnete Brandbrief warnt nicht mehr nur vor einer Stagnation, sondern davor, dass sich die ohnehin tiefe Krise zu einem massiven Einbruch beim Wohnungsbau entwickelt. Die Unterzeichner nennen als Grund dafür vor allem massive Haushaltskürzungen. Knapp 1,4 Milliarden Euro sollen 2027, so der Vorwurf, allein im Neubau weniger zur Verfügung stehen als in diesem Jahr. Das treffe den ohnehin schwer angeschlagenen Neubau enorm und werde ihm einen gewaltigen Dämpfer versetzen.

Der Bau reagiere anders als andere Branchen, heißt es. „Jetzt beim Wohnungsbau den Rotstift anzusetzen, bremst Investitionen – mit erheblichen Sofort- und Spätfolgen für das Bauen, Sanieren und Wohnen in Deutschland“, warnen die Experten unter anderem vor einer dauerhaften Abwanderung von Fachkräften.

Den Experten zufolge geraten auch die Klimaziele der Regierung unter Druck. Sollten die geplanten Kürzungen tatsächlich beibehalten werden, könnte das nach Einschätzung der Wohnungsbauwirtschaft „das Erreichen der Klimaziele unmöglich machen“. Die Einsparungen betreffen demnach „ausgerechnet klimawirksame und sozial sensible Sanierungsprojekte in Mehrfamilienhäusern und verhindern die Umsetzung des Praxispfades“.

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Entsprechende Post haben den Angaben zufolge Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (Beide CDU) sowie Bauministerin Verena Hubertz, und Finanzminister Lars Klingbeil (beide SPD) bekommen. Auch die Abgeordneten der Koalitionsfraktionen sowie der Grünen und der Linken im Bundestag sind bedacht worden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Baukräne (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Verbändebündnis Wohnungsbau verschickt Brandbrief an Kanzler Friedrich Merz und weitere Mitglieder der Bundesregierung und fordert, dem Wohnungsbau keine Mittel zu streichen
  • Unterzeichner warnen vor massiven Haushaltskürzungen, wonach 2027 im Neubau knapp 1,4 Milliarden Euro weniger zur Verfügung stünden als 2027
  • Kürzungen werden zudem als Gefahr für Regierungs-Klimaziele dargestellt, da sie laut Wohnungsbauwirtschaft klimawirksame Sanierungsprojekte in Mehrfamilienhäusern und die Umsetzung des Praxispfads verhindern könnten

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind der Wohnungsbau sowie besonders der Neubau, da laut Verbändebündnis Wohnungsbau 2027 knapp 1,4 Milliarden Euro weniger im Neubau zur Verfügung stehen sollen als in diesem Jahr; außerdem drohen erhebliche Sofort- und Spätfolgen für Bauen, Sanieren und Wohnen in Deutschland
  • Betroffen sind politische Empfänger auf Bundesebene, u.a. Kanzler Friedrich Merz, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, Bauministerin Verena Hubertz und Finanzminister Lars Klingbeil sowie Bundestagsabgeordnete der Koalitionsfraktionen sowie von Grünen und Linken, weil sie den Brandbrief zu den geplanten Haushaltskürzungen erhalten
  • Besonders stark betroffen wären klimawirksame und sozial sensible Sanierungsprojekte in Mehrfamilienhäusern, die nach Darstellung der Unterzeichner durch Einsparungen (bei Beibehaltung der Kürzungen) nicht umgesetzt werden könnten und damit das Erreichen der Klimaziele unmöglich machen sollen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ankündigung neuer Kürzungen im Bundeshaushalt; Brandbrief des Verbändebündnisses Wohnungsbau an Kanzler Friedrich Merz und weitere Regierungsmitglieder zur Verhinderung weiterer Mittelstreichungen
  • Massive Haushaltskürzungen als Auslöser; im Neubau 2027 künftig ca. 1,4 Milliarden Euro weniger als in diesem Jahr, drohender massiver Einbruch nach bereits tiefer Krise
  • Hintergrund/ Kontext: Rotstift bremst Investitionen und wirkt auf Bauen, Sanieren und Wohnen; Gefahr dauerhafter Abwanderung von Fachkräften sowie Druck auf Klimaziele durch Kürzungen bei klimawirksamen, sozial sensiblen Sanierungsprojekten in Mehrfamilienhäusern

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Verbändebündnis Wohnungsbau hat einen Brandbrief an Bundeskanzler Friedrich Merz und weitere Mitglieder der Bundesregierung verschickt und fordert, dem Wohnungsbau keine Mittel zu streichen
  • Unterzeichner warnen vor den Folgen der geplanten Haushaltskürzungen im Neubau und fordern, die Kürzungen zu verhindern, um Investitionen, Bauen und Sanieren zu ermöglichen
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