Waldbrand-Experte empfiehlt verstärkten Mischwaldanbau
Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft & Brandenburger Klimafolgen
Potsdam () – Der Waldbrand-Experte Norman Barth vom Brandenburger Waldbrandkompetenzzentrum empfiehlt angesichts zunehmender Brandgefahren einen verstärkten Fokus auf den Anbau von Mischwaldbeständen.
Die Etablierung von Mischwaldstrukturen wäre eine mögliche Antwort, sagte er im RBB-Inforadio. „Also, dass dann auch Laubbäume reinkommen, die besser die Feuchtigkeit erhalten können, mehr Schatten im Unterholz bieten, damit auch das wenige Wasser besser gehalten werden kann und nicht so schnell verdunstet.“
Das wäre ein Teil der Antwort, wie man auf den Klimawandel reagieren könne.
Mit Blick auf die Baumarten, die dafür infrage kommen, sagte Barth, dass es vorrangig um Eichen gehe. Es gebe auch Arten der Eiche, die relativ trockenresistent seien.
Es gebe zum Beispiel Untersuchungen mit Roteichen, die allerdings nicht bei uns heimisch sind. „Da muss man sehen, wie die hier etabliert werden kann.“
Es komme aber immer auch auf den Boden an. „Also man muss immer vor Ort schauen: Was geht und was geht nicht“, so der Experte.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hinweis auf Waldbrandgefahr (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Norman Barth empfiehlt angesichts zunehmender Brandgefahren einen verstärkten Fokus auf den Anbau von Mischwaldbeständen
- Als vorrangige Baumart nennt Barth die Eiche, darunter auch trockenresistente Arten
- Es müsse vor Ort entschieden werden, was funktioniert; dabei komme es auch auf den Boden an
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen ist der Bereich Wald- und Forstwirtschaft in Brandenburg; Ziel ist Anpassung an steigende Brandgefahren durch verstärkten Fokus auf Mischwaldbestände mit Laubbäumen (bessere Feuchtigkeitsspeicherung, mehr Schatten, weniger Verdunstung)
- Regionale Einschränkungen bei Baumarten: vorrangig Eichen, wobei bestimmte (trockentolerante) Eichenarten geeignet sein können; Roteichen sind wegen fehlender Heimischkeit nur nach Prüfung ihrer Etablierung relevant
- Keine konkreten Zahlen oder Fristen genannt, nur der allgemeine Zeitraum „angesichts zunehmender Brandgefahren“ und Hinweis „immer vor Ort schauen“
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Zunehmende Brandgefahren aufgrund des Klimawandels als Kontext für die Reaktion in der Forstwirtschaft
- Empfehlung als Auslöser/Ersatzmaßnahme den Fokus auf Mischwaldbestände mit Laubbäumen (Feuchtigkeit besser erhalten, mehr Schatten im Unterholz, geringere Verdunstung) zu legen
- Passende Baumarten vorrangig Eiche, teils trockenresistente Eichenarten; zusätzlich abhängig vom konkreten Standort und Boden, daher vor Ort prüfen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Norman Barth empfiehlt einen verstärkten Fokus auf den Anbau von Mischwaldbeständen mit Laubbäumen zur besseren Feuchtigkeits- und Wasserspeicherung
- Dabei sollen vorrangig Eichen als Baumarten gesetzt werden, ggf. auch trockenresistente Varianten, wobei die Eignung vor Ort geprüft werden muss
- Es soll je nach Boden vor Ort entschieden werden, welche Baumarten tatsächlich funktionieren
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