Flixtrain kritisiert Italo für Sonderbehandlung

29. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Flixtrain in

München () – Flixtrain kritisiert den italienischen Anbieter Italo für die angestrebte „Sonderbehandlung“. Der private Münchner Zugbetreiber sieht seine eigenen Wachstumspläne dadurch aber nicht gefährdet und denkt bereits über eine weitere Expansion nach.

„Wir sind für gesunden Wettbewerb“, sagte André Schwämmlein, Chef der Flix SE, dem „Spiegel“. Flixtrain habe sich bewusst für eine Strategie entschieden, die das Angebot der Deutschen Bahn mit preiswerteren Tickets ergänze. Wenn Italo ein ähnliches Angebot wie die Bahn mache, werde man „auch diesen Wettbewerb annehmen“.

Italo hatte im April angekündigt, von 2028 an in Fernverkehrsverbindungen anbieten zu wollen und dies an neue regulatorische Bedingungen geknüpft. Schwämmlein kritisierte dieses Vorgehen. Italo habe eine umfassende Sonderbehandlung angestrebt, die dem Unternehmen exklusive Vorteile bei der Trassenvergabe verschafft. Die Bundesnetzagentur ging auf diese Forderungen teilweise ein. „Jetzt haben wir eine zeitlich und örtlich eingeschränkte Regelung für alle Wettbewerber, von der wir mit Flixtrain aufgrund unserer Erfahrung besonders profitieren dürften“, sagte Schwämmlein zu den Beschlüssen der Bundesnetzagentur.

Flixtrain hatte im Mai 2025 für 2,4 Milliarden Euro 65 neue Züge bestellt. Mit diesen Zügen wolle Flix alle großen Ballungsräume verbinden, kündigte Schwämmlein an. Vom Flix-Unternehmenssitz München, der bislang nicht in das Flixtrain-Netz eingebunden ist, werde es dann unter anderem in Richtung Frankfurt, und gehen, sagte er.

Die Gefahr einer Überlastung des Schienennetzes durch die künftig drei Zugbetreiber Deutsche Bahn, Flixtrain und Italo hält Schwämmlein für gering. Die Bahn investiere „momentan stark in die Infrastruktur, das wird es besser machen“. Darüber hinaus hänge es davon ab, „ob die Beteiligten bei der Planung kooperativ sind, so dass das Netz effizient genutzt“ werde, statt sich gegenseitig zu verdrängen. Im Jahr 2028 oder 2029 werde man merken, „es geht etwas voran auf der Schiene“.

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Schwämmlein deutete an, dass Flixtrain auch über die deutschen Grenzen hinaus expandieren wolle. Man wolle zunächst in Deutschland ein flächendeckendes Netz befahren, da ende aber der Ehrgeiz des Unternehmens nicht. „Wir werden weiter Züge bestellen und diese auch international einsetzen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flixtrain (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Flixtrain sieht keine Gefährdung der eigenen Wachstumspläne durch die geplante „Sonderbehandlung“ von Italo und will auch Wettbewerb annehmen, falls Italo ein ähnliches preiswertes Angebot wie die Deutsche Bahn macht
  • Flixtrain kritisiert Italos an neue regulatorische Bedingungen geknüpftes Vorgehen und bezeichnet eine von der Bundesnetzagentur teilweise gewährte, zeitlich und örtlich eingeschränkte Regelung als Vorteil für Wettbewerber wie Flixtrain
  • Flixtrain will nach einer Bestellung von 65 neuen Zügen (2,4 Milliarden Euro) ab der Anbindung des Unternehmenssitzes München weitere große Ballungsräume wie Frankfurt, Hamburg und Berlin verbinden und über Deutschland hinaus international weiter expandieren

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen Flixtrain als privaten Münchner Zugbetreiber; kritisiert Italo wegen angestrebter Sonderbehandlung bei Trassenvergabe; keine direkten Zahlen/Fristen für Flixtrain selbst, aber Erwartung dass sich Entwicklungen 2028 oder 2029 auf der Schiene zeigen
  • Betroffen Italo ab 2028 für Fernverkehr in Deutschland, an neue regulatorische Bedingungen geknüpft; Bundesnetzagentur setzt zeitlich und örtlich eingeschränkte Regelung für alle Wettbewerber, von der Flixtrain laut Schwämmlein besonders profitieren dürfte; keine konkreten Zahlen zur Dauer oder geografischen Reichweite genannt
  • Betroffen Schienenverkehr in Deutschland insbesondere Fernverkehrsverbindungen zwischen großen Ballungsräumen Richtung Frankfurt Hamburg Berlin; Flixtrain bestellt im Mai 2025 65 neue Züge für 2,4 Milliarden Euro, mit Einsatz ab Aufbau des flächendeckenden Netzes, anschließend auch internationale Nutzung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Flixtrain kritisiert Italo wegen geplanter Sonderbehandlung im deutschen Fernverkehr ab 2028, da diese Italo exklusive Vorteile bei der Trassenvergabe verschaffen könnte
  • Hintergrund ist die Erweiterung des Wettbewerbs durch neue regulatorische Bedingungen, wobei die Bundesnetzagentur Forderungen teilweise akzeptierte und eine zeitlich sowie örtlich eingeschränkte Regelung für Wettbewerber schaffen soll
  • Auslöser sind Italos Ankündigung im April (Fernverkehr ab 2028, an regulatorische Bedingungen geknüpft) sowie Flixtrains eigene Expansions- und Investitionspläne (Zugbestellung im Mai 2025, Ausbau der Verbindungen, auch internationale Einsätze)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die Bundesnetzagentur hat die von Italo angestrebten Sondervorteile bei der Trassenvergabe teilweise in eine zeitlich und örtlich eingeschränkte Regelung für alle Wettbewerber umgewandelt
  • Italo plant regulatorische Sonderbedingungen für den Fernverkehr ab 2028 in Deutschland, Flixtrain will auf dieser Grundlage den Wettbewerb mit ähnlichen Angeboten annehmen
  • Die Bahn investiert laut Flixtrain stark in die Infrastruktur, um Engpässe im Schienennetz künftig zu reduzieren
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