Bundesopferbeauftragter übernimmt Betreuung nach CSD-Anschlag

26. Juli 2026

Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: CSD nach Anschlag

Berlin () – Der Bundesopferbeauftragte Roland Weber übernimmt die Betreuung der Betroffenen des Angriffs auf den CSD in Berlin, der sich am Samstagabend ereignet hat.

„Der schreckliche Anschlag auf Besucherinnen und Besucher des Berliner CSD macht mich fassungslos“, sagte Weber am Sonntag. „Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen der getöteten Frau und bei den Verletzten, denen ich von Herzen eine baldige und vollständige Genesung wünsche. Mein Mitgefühl gilt zudem den Menschen, die diese abscheuliche Tat miterleben mussten.“

Es sei „besonders erschütternd, dass eine Veranstaltung wie der CSD, bei der es um gleiche Rechte für alle und vor allem um die Liebe geht, Ziel eines solchen menschenverachtenden Angriffs geworden ist“.

Der Opferbeauftragte und sein Team seien gemeinsam mit der Zentralen Anlaufstelle des Landes Berlin für Betroffene von Terroranschlägen und Großschadensereignissen für die Betroffenen und deren Angehörige da, so Weber.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte: „Der Anschlag auf die Feiern zum Christopher Street Day in Berlin erschüttert uns zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese schreckliche Tat miterleben mussten.“

Der CSD stehe für Vielfalt, Respekt, Freiheit und Lebensfreude.

Wer friedlich feiernde Menschen angreife, greife „diese freiheitlichen Werte, unsere offene Gesellschaft und die queere Community“ an. „Ihr gilt nach dieser abscheulichen Tat unsere besondere Anteilnahme und Solidarität“, so Hubig weiter.

Ihr Dank gelte allen Helfern sowie den Einsatzkräften, „die schnell und mit großem Einsatz den Betroffenen zur Seite standen“.

Diese Tat werde mit „aller Konsequenz aufgeklärt und verfolgt“ werden. Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorlägen, werde der Generalbundesanwalt die weiteren Ermittlungen übernehmen, sagte die Justizministerin.

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Die Fahndung nach dem Täter läuft unterdessen weiter.

Die Festnahme eines mutmaßlichen Beifahrers im Tatfahrzeug wurde bislang nicht offiziell bestätigt. Der 21-jährige Abdul B. soll am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten.

Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete. Des Weiteren sollen mehrere Personen „durch Stichwerkzeuge verletzt“ worden sein – laut Innenministerium ging er vermutlich mit einer Machete auf Passanten los.

Insgesamt sollen bei dem Anschlag nach jüngsten Informationen 29 Menschen verletzt worden sein, eine Frau wurde getötet.

Die Verletzten befinden sich laut Polizeiangaben mittlerweile außer Lebensgefahr.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tatort nach Todesfahrt beim CSD am 26.07.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesopferbeauftragter Roland Weber übernimmt die Betreuung der Betroffenen des Angriffs auf den CSD in Berlin und sein Team arbeitet gemeinsam mit der Zentralen Anlaufstelle des Landes Berlin für Betroffene von Terroranschlägen und Großschadensereignissen
  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kündigt an, dass die Tat mit aller Konsequenz aufgeklärt und verfolgt wird; bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen soll der Generalbundesanwalt die weiteren Ermittlungen übernehmen
  • Fahndung nach dem Täter läuft weiter; eine offiziell bestätigte Festnahme eines mutmaßlichen Beifahrers im Tatfahrzeug gibt es bislang nicht

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene des Angriffs auf den Berliner CSD (Berlin, Samstagabend) und deren Angehörige; Betreuung durch Bundesopferbeauftragten Roland Weber mit Team und der Zentralen Anlaufstelle des Landes Berlin für Betroffene von Terroranschlägen und Großschadensereignissen; Zielgruppe Hinterbliebene, Verletzte und Angehörige
  • Queere Community und Teilnehmer der CSD-Feierlichkeiten in Berlin; konkrete Betroffenenzahlen nach jüngsten Informationen 29 Verletzte und 1 getötete Frau (Verletzte mittlerweile außer Lebensgefahr)
  • Ermittlungs- und Fahndungsphase nach dem Anschlag; Fahndung läuft weiter, Generalbundesanwalt übernimmt weitere Ermittlungen nur bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen; Tatzeitpunkt Samstag gegen 22 Uhr

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Angriff auf den CSD in Berlin mit einem Kleintransporter, der gegen Teilnehmer rasten sollte; danach Flucht nach dem Zusammenstoß mit einem Baum
  • mutmaßliches Vorgehen mit Stichwerkzeugen wie einer Machete gegen Passanten; mehrere Verletzte durch Stichverletzungen
  • Kontext: Ziel einer queeren Großveranstaltung (CSD) als Angriff auf Vielfalt und freiheitliche Werte; Betreuung der Betroffenen durch Bundesopferbeauftragten und zentrale Anlaufstelle für Terroropfer

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Der Bundesopferbeauftragte Roland Weber übernimmt die Betreuung der Betroffenen und seines Teams ist gemeinsam mit der Zentralen Anlaufstelle des Landes Berlin für Betroffene von Terroranschlägen und Großschadensereignissen für Betroffene und Angehörige da
  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kündigt an, dass die Tat mit aller Konsequenz aufgeklärt und verfolgt wird und dass der Generalbundesanwalt die weiteren Ermittlungen übernimmt, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen
  • Die Fahndung nach dem Täter läuft weiter, während eine Festnahme eines mutmaßlichen Beifahrers bislang nicht offiziell bestätigt ist
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