Waldsiedlung Zehlendorf als Unesco-Welterbe anerkannt

26. Juli 2026

Kultur - aktuelle Fakten und Einordnung

UN-Welterbe: Berliner Moderne in Busan

Busan () – Die Waldsiedlung Zehlendorf ist als Teil der Siedlungen der Berliner Moderne in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen worden. Das Unesco-Welterbekomitee beschloss dies auf seiner Sitzung in Busan in Südkorea.

Damit umfasst die Welterbestätte nun sieben Siedlungen in , die als „herausragende Beispiele des Neuen Bauens“ gelten. Die Siedlungen der Berliner Moderne stehen seit 2008 auf der Welterbeliste und repräsentieren einen Wandel im Wohnungsbau des frühen 20. Jahrhunderts, der unter dem Leitmotiv „Licht, Luft und Sonne“ die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen in den Mittelpunkt stellte.

Die deutsche Unesco-Botschafterin Kerstin Pürschel begrüßte die Aufnahme und sagte, dass die Waldsiedlung Zehlendorf mit ihrer einzigartigen Verbindung von Architektur, Waldlandschaft und urbaner Infrastruktur das bestehende Welterbe um eine besondere Facette erweitert. „Diese Anerkennung durch das Welterbekomitee in Busan unterstreicht die internationale Bedeutung der Berliner Moderne und würdigt ausdrücklich den Beitrag der Waldsiedlung Zehlendorf.“

Die zwischen 1926 und 1932 errichtete Waldsiedlung Zehlendorf gilt als eines der wichtigsten Werke des Architekten Bruno Taut, der sie gemeinsam mit Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg plante. Charakteristisch sind die farbigen Fassaden, die enge Verbindung von Wohnraum und Natur sowie die großzügigen Grünflächen zwischen Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon, eine Loggia oder einen Garten, was den Anspruch des Neuen Bauens verdeutlicht, Gesundheit, Gemeinschaft und Lebensqualität in den Mittelpunkt der Architektur zu stellen.

Das UNESCO-Welterbekomitee tagt vom 19. bis 29. Juli in Busan. Es ist das wichtigste mit der Umsetzung der Welterbekonvention betraute Gremium. Es entscheidet in der Regel jährlich über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste und befasst sich mit dem Erhaltungszustand eingeschriebener Stätten. Für die Unesco-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt sind in diesem Jahr rund 30 Stätten nominiert. Derzeit vereint sie mehr als 1.250 Kultur- und Naturstätten in 171 Ländern. 58 davon gelten als bedroht. verzeichnet aktuell 55 Welterbestätten.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Fahne vor den Vereinten Nationen (UN) (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Waldsiedlung Zehlendorf wurde als Teil der Siedlungen der Berliner Moderne in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen; Entscheidung durch das UNESCO-Welterbekomitee auf seiner Sitzung in Busan
  • Welterbestätte umfasst damit sieben Siedlungen in Berlin als „herausragende Beispiele des Neuen Bauens“, die seit 2008 auf der Welterbeliste stehen
  • Waldsiedlung Zehlendorf wurde zwischen 1926 und 1932 errichtet und zählt als wichtiges Werk von Bruno Taut, gemeinsam geplant mit Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin wird als Teil der Siedlungen der Berliner Moderne in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen; betrifft 7 Siedlungen in Berlin als Welterbestätte
  • Aufnahmeentscheidung durch das UNESCO-Welterbekomitee auf seiner Sitzung in Busan in Südkorea; Tagung vom 19. bis 29. Juli
  • Waldsiedlung Zehlendorf betrifft die Welterbe-Liste in Bezug auf Deutschland und UNESCO allgemein; die Welterbeliste umfasst derzeit über 1.250 Stätten in 171 Ländern, 58 gelten als bedroht, Deutschland hat aktuell 55 Welterbestätten

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Aufnahme der Waldsiedlung Zehlendorf als Teil der „Siedlungen der Berliner Moderne“ in die UNESCO-Welterbeliste durch das UNESCO-Welterbekomitee auf der Sitzung in Busan; dadurch Erweiterung auf sieben Welterbestätten in Berlin
  • Kontext der Berliner Moderne seit 2008 auf der Welterbeliste als „herausragendes Beispiel des Neuen Bauens“ mit Fokus auf den Wandel im Wohnungsbau des frühen 20. Jahrhunderts und das Leitmotiv „Licht, Luft und Sonne“ für Gesundheit und Wohlbefinden
  • Waldsiedlung Zehlendorf entstanden zwischen 1926 und 1932 als wichtiges Werk von Bruno Taut (mit Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg) mit farbigen Fassaden, starker Verbindung von Wohnen und Natur, großzügigen Grünflächen und je Wohnung Balkon/Loggia/Garten als architektonischer Anspruch des Neuen Bauens

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Das UNESCO-Welterbekomitee hat die Waldsiedlung Zehlendorf als Teil der Siedlungen der Berliner Moderne in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen
  • Das Welterbekomitee entscheidet auf seiner Sitzung in Busan zudem jährlich über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten sowie über den Erhaltungszustand bereits eingetragener Stätten
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