Landkreise für schärfere EU-Regeln gegen Sozialleistungsmissbrauch
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Soziales Missbrauchsbekämpfung in Deutschland
Berlin () – Mit Blick auf den angekündigten Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch der Bundesregierung fordert der Präsident des Deutschen Landkreistags, Achim Brötel, eine Verschärfung des europäischen Arbeitnehmerbegriffs, um Anreize für eine Einwanderung in die Sozialsysteme zu reduzieren. „Arbeitnehmerfreizügigkeit ist ein hohes Gut. Sie darf aber nicht dazu führen, dass schon ein bloßer Minijob zum Türöffner in den deutschen Sozialstaat wird“, sagte Brötel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Es könne nicht richtig sein, dass bereits eine sehr geringfügige Beschäftigung den Zugang zu aufstockenden Leistungen in Deutschland eröffne, kritisierte er. „Der Zugang zu existenzsichernden Sozialleistungen muss an eine tragfähige und nicht nur untergeordnete Erwerbstätigkeit geknüpft werden“, sagte Brötel. Dafür brauche es bessere europäische Regeln.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Deutscher Landkreistag (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Achim Brötel (Deutscher Landkreistag) fordert eine Verschärfung des europäischen Arbeitnehmerbegriffs, um Anreize zur Einwanderung in die Sozialsysteme zu reduzieren
- Brötel kritisiert, dass ein bloßer Minijob bereits den Zugang zu aufstockenden Leistungen in Deutschland eröffnet, und fordert, den Zugang zu existenzsichernden Sozialleistungen an eine tragfähige, nicht nur untergeordnete Erwerbstätigkeit zu knüpfen
- Er fordert dafür bessere europäische Regeln als Maßnahme zur Begrenzung von Sozialleistungsmissbrauch
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Bundesregierung/Regierung und der angekündigte Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch; Deutschland sowie europäische Ebene durch Forderung nach Verschärfung des europäischen Arbeitnehmerbegriffs zur Reduktion von Anreizen für Einwanderung in die Sozialsysteme
- Zielgruppe sind Beschäftigte mit sehr geringfügiger Beschäftigung/Minijobern, denen der Zugang zu aufstockenden Leistungen ermöglicht werde; gefordert wird, dass der Zugang zu existenzsichernden Sozialleistungen an eine tragfähige nicht nur untergeordnete Erwerbstätigkeit geknüpft wird
- Keine konkreten Zahlen, Fristen oder Zeiträume im Text genannt
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Bundesregierung angekündigter Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch, dadurch Forderung des Deutschen Landkreistags nach Verschärfung des europäischen Arbeitnehmerbegriffs
- Hintergrund: Freizügigkeit solle nicht dazu führen, dass ein bloßer Minijob als Türöffner in den deutschen Sozialstaat wirkt und Zugang zu aufstockenden Leistungen ermöglicht
- Auslöser: Kritik, dass eine sehr geringfügige Beschäftigung den Zugang zu existenzsichernden Sozialleistungen eröffnet, weshalb der Zugang an eine tragfähige nicht nur untergeordnete Erwerbstätigkeit geknüpft werden soll
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Der Präsident des Deutschen Landkreistags fordert eine Verschärfung des europäischen Arbeitnehmerbegriffs, um Anreize zur Einwanderung in die Sozialsysteme zu reduzieren
- Die Idee ist, den Zugang zu existenzsichernden Sozialleistungen an eine tragfähige und nicht nur untergeordnete Erwerbstätigkeit zu knüpfen, statt ihn schon bei einem bloßen Minijob zu eröffnen
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