Linnemann weist Zweifel an Eignung als Gesundheitsminister zurück

25. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Linnemanns Gesundheitspläne in

Berlin () – Der designierte Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat Zweifel an seiner Eignung für das Amt zurückgewiesen und begründet, warum er sich vor einem Jahr noch gegen den Gesundheitsministerposten ausgesprochen hatte.

„Wenn die Uhr auf die Zeit kurz nach der Bundestagswahl zurückgedreht würde, würde ich wieder so antworten“, sagte Linnemann der „Bild“. „Die Ausgangslage war damals eine andere. Ich hatte im Wahlkampf immer wieder für die Abschaffung des Bürgergelds geworben. Das war ein zentrales Versprechen der Union. Das wollte ich unbedingt einlösen.“ Daher habe er sich für eine Doppelfunktion entschieden: „Ich machte als Generalsekretär weiter, um im Koalitionsausschuss mitreden zu können, und ich übernahm das Amt des Fraktionsvize für Arbeit und Soziales, um die Reform im Bereich der Grundsicherung voranzutreiben und dramatische Fehlentwicklungen zu stoppen und umzukehren.“

Jetzt sei das Bürgergeld Geschichte, so Linnemann, und die neue Grundsicherung eingeführt. „Gleichzeitig verhandle ich jetzt seit über einem Jahr auch die Gesundheitsthemen im Koalitionsausschuss und sehe, dass auch im Gesundheitswesen ein erheblicher Reformdruck vorliegt.“ Das Gesundheitsministerium sei „zu einem der zentralen Reformressorts der Regierung geworden“, so der CDU-Politiker weiter. „Das war auch der Grund, warum mich der Bundeskanzler gebeten hat, das Ressort zu übernehmen. Wir müssen einfach wissen: Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt, aber eben nicht eines der besten. Weder sind die Menschen in im Durchschnitt gesünder als anderswo, noch haben wir eine höhere Lebenserwartung.“ Er habe „großen Respekt vor der neuen Aufgabe“, so Linnemann. „Ich weiß, dass ich mich noch tiefer werde einarbeiten müssen. Aber ich traue mir das zu.“

Dem Sender Phoenix hatte Linnemann im Mai 2025 gesagt, es sei nicht „sein Ding“, Minister zu sein, nur damit das irgendwo in Wikipedia stehe. „Wenn sie mich jetzt aufgestellt hätten, weiß ich nicht, als Gesundheitsminister, wäre ich wahrscheinlich nicht erfolgreich gewesen. Die Leute hätten gesagt: Warum wird der Gesundheitsminister, was hat der damit zu tun? Und deswegen: Schuster, bleib` bei deinen Leisten, mach das, was du kannst.“

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Linnemann kündigte an, im neuen Amt die Zahl der Krankenkassen reduzieren zu wollen und die Beiträge zu stabilisieren: „Für die Reduzierung der Zahl der Krankenkassen setze ich mich ja seit Langem ein. Und dass die Sozialbeiträge stabilisiert, ja eigentlich sinken müssten, steht außer Frage. Aber es wird nicht einfach werden. Da mache ich mir nichts vor.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Carsten Linnemann am 24.07.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Linnemann äußerte Zweifel an seiner früheren Selbsteinschätzung zurückgewiesen und sagte, er würde bei einer Rückkehr in die Zeit kurz nach der Bundestagswahl wieder ähnlich entscheiden, weil das Bürgergeld-Abschaffen und die Grundsicherungsreform zentrale Unionsversprechen waren
  • Er erklärte, nun im Koalitionsausschuss seit über einem Jahr Gesundheitsthemen zu verhandeln und dass das Gesundheitsministerium zu einem zentralen Reformressort geworden sei, weshalb Bundeskanzler ihn um die Ressortübernahme gebeten habe
  • Er kündigte an, im neuen Amt die Zahl der Krankenkassen reduzieren und die Beiträge stabilisieren zu wollen, wobei er die Umsetzung als nicht einfach bezeichnete

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Carsten Linnemann als designierter Bundesgesundheitsminister (CDU); betrifft die Gesundheitspolitik und Reformen auf Bundesebene, zudem Verhandlungen im Koalitionsausschuss; keine konkreten Zahlen, aber Ankündigung zur Reduzierung der Zahl der Krankenkassen und Stabilisierung der Beiträge
  • Weder Regionen noch Zeitfristen/Zeiträume mit konkreten Daten genannt; lediglich Bezug auf den Wahlkampf vor einem Jahr sowie laufende Verhandlungen seit über einem Jahr (Mai 2025 wird erwähnt)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ausgangslage nach der Bundestagswahl: Linnemann hatte im Wahlkampf wiederholt für die Abschaffung des Bürgergelds geworben und wollte dieses zentrale Union-Versprechen einlösen; dafür hatte er sich damals gegen den Gesundheitsministerposten entschieden und stattdessen eine Doppelfunktion übernommen
  • Kontext der Reformen: Bürgergeld sei inzwischen Geschichte und eine neue Grundsicherung eingeführt; parallel verhandle Linnemann seit über einem Jahr Gesundheitsthemen im Koalitionsausschuss, woraus sich für ihn ein erheblicher Reformdruck im Gesundheitswesen ergibt, weshalb der Bundeskanzler ihn um die Ressortübernahme gebeten habe
  • Begründung für Zweifel/Eignung: Linnemann sieht das deutsche Gesundheitssystem als sehr teuer, aber nicht als bestes System; er will sich noch „tiefer“ einarbeiten und kündigt als konkrete Vorhaben die Reduzierung der Zahl der Krankenkassen sowie die Stabilisierung der Beiträge an

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Carsten Linnemann verhandelt seit über einem Jahr Gesundheitsthemen im Koalitionsausschuss und sieht dort Reformdruck im Gesundheitswesen
  • Er will die Zahl der Krankenkassen reduzieren und die Beiträge stabilisieren bzw. langfristig Senkungen ermöglichen
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