Studie: Hohe Zufriedenheit unter Azubis – Zugang bleibt Problem

23. Juli 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Ausbildung in : Blick auf den Zugang

Gütersloh () – Neun von zehn Auszubildenden in sind mit ihrer Ausbildung zufrieden. Das ergab eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Fast ebenso viele, nämlich 87 Prozent, würden sich erneut für ihren derzeitigen Ausbildungsberuf entscheiden. Die befragten Auszubildenden bewerteten nicht nur ihre Ausbildung insgesamt positiv, sondern auch die Atmosphäre in ihren Teams und die Sinnhaftigkeit ihrer Aufgaben.

Trotz des positiven Bildes der Berufsausbildung bleibt der Zugang für viele junge Menschen, insbesondere für jene mit niedriger Schulbildung, schwierig. 2025 gingen etwa 84.000 Bewerber bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz aus, während gleichzeitig 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt blieben. Dass dies 22 Prozent weniger waren als 2024, ist laut Studie kein Zeichen für eine bessere Vermittlung: Das Angebot an Ausbildungsplätzen sank um fünf Prozent. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ging um zwei Prozent auf rund 476.000 zurück.

Die Diskrepanz zwischen unbesetzten Stellen und erfolglosen Bewerbern hat mehrere Ursachen, darunter regionale Unterschiede und die Gewichtung von Schulnoten in Auswahlverfahren. Experten der Stiftung fordern, den Zugang zur Ausbildung zu erleichtern und stärker auf praktische Fähigkeiten als auf Schulnoten zu achten. Fabian Schaffer von der Bertelsmann-Stiftung sagte, dass betriebsnahe Zugänge wie längere Praktika und Einstiegsqualifizierungen ausgebaut werden sollten.

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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 87 Prozent der Auszubildenden würden sich erneut für ihren derzeitigen Ausbildungsberuf entscheiden
  • 2025 gingen etwa 84.000 Bewerber leer aus, während 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt blieben; unbesetzte Stellen waren 22 Prozent weniger als 2024, aber das Ausbildungsplatzangebot sank um fünf Prozent
  • Die Bertelsmann-Stiftung fordert einen erleichterten Zugang zur Ausbildung und eine stärkere Gewichtung praktischer Fähigkeiten statt Schulnoten; betriebsnahe Zugänge wie längere Praktika und Einstiegsqualifizierungen sollen ausgebaut werden

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Deutschland; Zielgruppen sind Auszubildende insgesamt sowie junge Menschen mit niedriger Schulbildung; Zahlen: 90% zufrieden, 87% würden sich erneut entscheiden, 2025 84.000 Bewerber ohne Platz, 54.400 unbesetzte Stellen, 22% weniger unbesetzte Stellen als 2024, Angebot Ausbildungsplätze -5%, neu abgeschlossene Verträge -2% auf ca. 476.000
  • Regionen/Regionale Unterschiede werden als Ursache genannt; Fristen/Zeiträume: Vergleich 2024 vs. 2025 sowie Verlauf bis zur aktuellen Ausbildungs-Suche 2025; Maßnahmen sollen u.a. längere Praktika und Einstiegsqualifizierungen ausgebaut werden, um den Zugang zu erleichtern und stärker praktische Fähigkeiten statt Schulnoten zu gewichten

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Zufriedenheit während der Ausbildung: neun von zehn Auszubildenden sind zufrieden, 87 Prozent würden sich erneut für denselben Ausbildungsberuf entscheiden; positive Bewertung von Teamatmosphäre und Sinnhaftigkeit der Aufgaben
  • Schwieriger Zugang für junge Menschen mit niedriger Schulbildung: 2025 gingen ca. 84.000 Bewerber leer aus, gleichzeitig blieben 54.400 Stellen unbesetzt; trotz weniger unbesetzter Stellen kein besserer Vermittlungserfolg, da das Angebot an Ausbildungsplätzen um fünf Prozent sank und neu abgeschlossene Verträge um zwei Prozent auf rund 476.000 zurückgingen
  • Ursachen und Auslöser für die Diskrepanz: regionale Unterschiede und Gewichtung von Schulnoten in Auswahlverfahren; Forderungen zur Verbesserung durch stärkere Berücksichtigung praktischer Fähigkeiten sowie Ausbau betriebsnaher Zugänge wie längere Praktika und Einstiegsqualifizierungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Studie der Bertelsmann-Stiftung: Forderung, den Zugang zur Ausbildung zu erleichtern und in Auswahlverfahren stärker praktische Fähigkeiten statt Schulnoten zu gewichten
  • Ausbau betriebsnaher Zugänge wie längerer Praktika und Einstiegsqualifizierungen durch Unternehmen und zuständige Stellen
  • Ziel: bessere Vermittlung zwischen Bewerbern und Ausbildungsbetrieben, um die Lücke aus erfolglosen Bewerbungen und unbesetzten Ausbildungsstellen zu verringern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH