EU verhängt Strafe von 890 Millionen Euro gegen Google

23. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

**Wirtschaft in Brüssel: EU sanktioniert Google

Brüssel () – Die EU-Kommission hat Google wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte (DSA) mit Geldbußen in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro belegt. Die Brüsseler Behörde teilte am Donnerstag mit, dass Google seine eigenen Dienste in der Google-Suche bevorzuge und Beschränkungen für Unternehmen eingeführt habe, die Verbraucher zu alternativen Kaufkanälen auf Google Play führten.

In einer ersten Entscheidung wurde Google eine Geldbuße auferlegt, weil es seine eigenen Dienstleistungen, wie Einkaufs-, Hotel-, Transport- und Sportergebnisse, in der Google-Suche bevorzugt behandelt haben soll. Die Kommission stellte fest, dass Google seine eigenen Dienste prominenter in den Suchergebnissen anzeigt, während ähnliche Dienste von Drittanbietern nicht die gleiche Bedeutung erhalten.

Die zweite Entscheidung betrifft eine Geldbuße, die Google für die Einschränkung von App-Entwicklern auferlegt wurde. Diese sollten in der Lage sein, Kunden über alternative Angebote zu informieren und zu leiten. Google soll App-Entwickler jedoch daran gehindert haben, Angebote frei zu kommunizieren und Verträge mit Nutzern in Vertriebskanälen ihrer Wahl abzuschließen.

Die Kommission hat Google angewiesen, die Nichteinhaltung innerhalb von 60 Tagen zu beenden und Maßnahmen zu ergreifen, um die Dienste von Drittanbietern fair zu behandeln und App-Entwicklern mehr Freiheit zu gewähren. Andernfalls riskiert der Konzern Zwangsgelder in Höhe von bis zu fünf Prozent seines weltweiten Gesamtumsatzes.

„Google hat die wirksame Einhaltung des Gesetzes über digitale Märkte nicht eingehalten, und heute haben wir entschiedene, aber ausgewogene Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen, um diese Verstöße zu sanktionieren“, sagte EU-Kommissionsvize Teresa Ribera. EU-Kommissionsviz Henna Virkkunen ergänzte, dass die beiden Beschlüsse die Entschlossenheit der EU bestätigten, das Gesetz über digitale Märkte anzuwenden, um Unternehmen und Innovationen zu schützen. „Die heutigen Beschlüsse sind ein klares Signal: Wir werden nicht zögern, unsere Instrumente zu nutzen, um die Geschäfts- und Innovationschancen des DMA zu sichern.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • EU-Kommission verhängt Geldbußen gegen Google in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro wegen Verstößen gegen das DSA bzw. das Gesetz über digitale Märkte (DMA)
  • Erste Entscheidung: Sanktion für Bevorzugung eigener Google-Dienste in der Google-Suche; zweite Entscheidung: Sanktion wegen Einschränkung von App-Entwicklern bei Kommunikation/Weiterleitung zu alternativen Angeboten
  • Google muss die Verstöße innerhalb von 60 Tagen beenden und Maßnahmen für fairere Behandlung von Drittanbietern sowie mehr Freiheit für App-Entwickler umsetzen; bei Nichteinhaltung drohen Zwangsgelder bis zu 5 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen ist Google in der EU; zwei Geldbußen wegen DSA/Digital Markets Act mit insgesamt 890 Millionen Euro, mit Fokus auf Bevorzugung eigener Dienste in der Google-Suche sowie Beschränkungen für App-Entwickler bei der Weiterleitung/Kommunikation zu alternativen Angeboten (weltweiter Gesamtumsatz als Bezugsgröße für mögliche Zwangsgelder)
  • Regionen: EU-Kommission/Brüssel als Durchsetzungsbehörde; Wirkung und Anordnungen beziehen sich auf das EU-Geschäft/Marktverhalten von Google
  • Frist/Zwang: Nichteinhaltung soll innerhalb von 60 Tagen beendet werden; andernfalls drohen Zwangsgelder bis zu 5 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • EU-Kommission verhängte Geldbußen wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte (DSA), weil Google eigene Dienste in der Google-Suche bevorzugte und Drittanbieter nicht gleichwertig hervorhob
  • Google soll zudem App-Entwickler eingeschränkt haben, indem es deren Kommunikation über alternative Kauf-/Vertriebskanäle auf Google Play sowie freie Vertragsabschlüsse mit Nutzern in Vertriebskanälen verhindern soll
  • Kontext: Durchsetzung des DMA, Anweisung zur Beendigung der Nichteinhaltung binnen 60 Tagen; bei Nichtbefolgung drohen Zwangsgelder bis zu fünf Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die EU-Kommission hat Google wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte (DSA) Geldbußen in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro auferlegt
  • Google wurde angewiesen, die Verstöße innerhalb von 60 Tagen zu beenden und Drittanbieterdienste fair zu behandeln sowie App-Entwicklern mehr Freiheit bei der Kommunikation und Weiterleitung von Kunden zu geben
  • Für den Fall der Nichteinhaltung drohen Zwangsgelder in Höhe von bis zu fünf Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes
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