LSU will Debatte über altruistische Leihmutterschaft
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Debatte um Leihmutterschaft
Berlin () – Der Vorsitzende der Verbands der Lesben und Schwulen in der Union, Sönke Siegmann (CDU), hat eine neue Debatte über altruistische Leihmutterschaft in seiner Partei gefordert.
„Wir müssen einen Weg finden, uns mit allen Lebensrealitäten zu beschäftigen“, sagte der CDU-Politiker und Osnabrücker Kreistagstagsabgeordnete der „taz“ (Donnerstagsausgabe). „Wenn ein Paar, egal ob gleichgeschlechtlich oder nicht, eine Freundin hat, die sagt: `Ich habe euch lieb, und ich freue mich, wenn ihr ein Kind bekommt. Ich würde es für euch austragen`, warum dann das nicht auch ermöglichen?“
Den Rücktritt von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender der Union bezeichnete Siegmann als konsequent. „Er war politisch gegen Leihmutterschaften, hat sich privat aber anders entschieden“, so Siegmann. „Das kann ich menschlich verstehen, politisch ist es falsch.“
Homophobie sieht er in der Kritik an Spahn dagegen nicht als den ausschlaggebenden Faktor. Siegmann zeigte sich überzeugt, dass wenn eine heterosexuelle Frau in einer Position wie Spahn so gehandelt hätte wie er, die Kritik ähnlich ausgefallen wäre. „Man kann nicht das eine sagen, sich selbst dann aber anders verhalten“, erklärte er.
Siegmann forderte außerdem eine neue Debatte um das Abstammungsrecht sowie um Co-Parenting. „Über alle Möglichkeiten kann und muss diskutiert werden können – unabhängig vom persönlichen Standpunkt“, sagte er. Der Verband Lesben und Schwulen in der Union (LSU) ist eine Sonderorganisation der CDU und versteht sich als Interessenvertretung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBTIQ+).
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | LSU-Wagen bei Parade zum Christopher-Street-Day (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Sönke Siegmann (CDU) fordert eine neue Debatte in der Partei zur altruistischen Leihmutterschaft und will auch Lebensrealitäten abseits traditioneller Modelle stärker berücksichtigen
- Siegmann nennt den Rücktritt von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzenden der Union konsequent, hält dessen politisches Vorgehen gegen Leihmutterschaften trotz privater Entscheidung für politisch falsch
- Siegmann fordert außerdem eine Debatte zum Abstammungsrecht sowie zu Co-Parenting, wobei über alle Möglichkeiten unabhängig vom persönlichen Standpunkt diskutiert werden solle
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen ist die CDU bzw. der Verband Lesben und Schwulen in der Union (LSU) sowie queere und LSBTIQ+-Interessenvertretung; es geht um eine neue Debatte zu altruistischer Leihmutterschaft, Abstammungsrecht und Co-Parenting, regionale Einordnung: Osnabrück (Kreistagsabgeordneter) und bundespolitische Ebene, konkrete Zahlen oder Fristen werden nicht genannt
- Betroffen ist Jens Spahn als ehemaliger Fraktionsvorsitzender der Union durch die Bezugnahme auf seinen Rücktritt und seine Position gegen Leihmutterschaften; es werden keine konkreten Zeiträume oder Quoten genannt
- Betroffen ist die gesellschaftliche Diskussion über Leihmutterschaft für Paare (gleichgeschlechtlich und heterosexuell) und damit potenziell alle Paare mit einer Person als Austrägerin; konkrete Zielgruppen-Zahlen oder Umsetzungsfristen werden nicht angegeben
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- CDU-Politiker Sönke Siegmann fordert eine neue Debatte zur altruistischen Leihmutterschaft, damit sich die Partei mit allen Lebensrealitäten befasst, auch bei gleich- und nicht-gleichgeschlechtlichen Paaren
- Rücktritt bzw. Konsequenz: Siegmann bezeichnet den Rücktritt von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender der Union als konsequent, da Spahn politisch gegen Leihmutterschaften war, sich privat aber anders entschieden habe
- Auslöser/Zusammenhang: Kritik an Spahn wird als nicht primär homophob eingeordnet; Siegmann argumentiert, dass die Kritik auch bei heterosexuellem Verhalten in ähnlicher Position ähnlich ausgefallen wäre sowie zusätzliche Debatten zu Abstammungsrecht und Co-Parenting angestoßen werden sollen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
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