Studie: Sieben Maßnahmen könnten Kündigungskosten halbieren
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Kündigungskosten in Deutschland
München () – Mit mehreren gezielten Maßnahmen ließen sich die Kosten je Kündigung in Deutschland laut einer Studie von rund dem Zweieinhalbfachen auf den Faktor 1,27 des Jahresgehalts senken. Die Untersuchung des französischen Ökonomen Yann Coatanlem, die im Herbst beim Ifo-Institut erscheint und über die das „Handelsblatt“ berichtet, enthält sieben Vorschläge.
Unter anderem soll die Einkommensschwelle für erleichterte Kündigungen von 177.000 Euro auf 101.400 Euro Jahresgehalt gesenkt werden. Das würde rund zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten erfassen statt der bisher geplanten zwei Prozent. Zudem schlägt Coatanlem vor, dass Unternehmen statt Einzelfallkonsultationen mit dem Betriebsrat künftig eine Vorabmitteilung nutzen können, die ganze Gruppen umfasst.
Um Frühverrentung zu bremsen, soll außerdem der monatliche Rentenzuschlag für langjährige Topverdiener von 0,5 auf 0,7 Prozent steigen. Bereits drei der sieben Maßnahmen könnten die Kosten maßgeblich senken, so die Studie.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundesagentur für Arbeit (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Die Einkommensschwelle für erleichterte Kündigungen soll von 177.000 Euro auf 101.400 Euro Jahresgehalt gesenkt werden, wodurch statt der bisher geplanten zwei Prozent rund zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten erfasst würden
- Unternehmen sollen statt Einzelfallkonsultationen mit dem Betriebsrat künftig Vorabmitteilungen nutzen können, die ganze Gruppen umfassen
- Der monatliche Rentenzuschlag für langjährige Topverdiener soll zur Bremse der Frühverrentung von 0,5 auf 0,7 Prozent steigen
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen: Arbeitgeber in Deutschland durch vorgeschlagene Reformen bei Kündigungen und Betriebsratsverfahren; Zielgröße: Kosten je Kündigung von ca. 2,5-fach auf Faktor 1,27 des Jahresgehalts senken, bis Herbst Veröffentlichung der Studie/Ifo-Institut
- Betroffen: Vollzeitbeschäftigte in Deutschland durch Senkung der Einkommensschwelle für erleichterte Kündigungen von 177.000 Euro auf 101.400 Euro Jahresgehalt; Erfassung ca. 10% statt bisher geplanten 2%
- Betroffen: langjährige Topverdiener in Deutschland durch Erhöhung des monatlichen Rentenzuschlags für Frühverrentung von 0,5 auf 0,7 Prozent
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Senkung der Kosten je Kündigung durch mehrere Reformvorschläge auf Faktor 1,27 des Jahresgehalts
- Senkung der Einkommensschwelle für erleichterte Kündigungen von 177.000 Euro auf 101.400 Euro Jahresgehalt; dadurch Erfassung von ca. 10 Prozent der Vollzeitbeschäftigten statt geplant 2 Prozent
- Einsatz einer Vorabmitteilung statt Einzelfallkonsultationen mit dem Betriebsrat für ganze Gruppen zur Senkung der Kündigungskosten
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die Einkommensschwelle für erleichterte Kündigungen soll von 177.000 Euro auf 101.400 Euro Jahresgehalt gesenkt werden
- Unternehmen sollen statt Einzelfallkonsultationen mit dem Betriebsrat künftig eine Vorabmitteilung für ganze Gruppen nutzen können
- Der monatliche Rentenzuschlag für langjährige Topverdiener soll von 0,5 auf 0,7 Prozent steigen
- Norris holt erste Pole der Saison beim Großen Preis von Ungarn - 25. Juli 2026
- Pedelec-Fahrer in Wadersloh schwer verletzt - 25. Juli 2026
- Hunderttausende wegen Waldbränden in Südwesteuropa evakuiert - 25. Juli 2026
