Tausende Obdachlose in Hamburg ohne Unterkunft
Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Hamburg: Wohnungslosigkeit unter Druck
Hamburg () – In Hamburg warten derzeit tausende obdach- und wohnungslose Menschen auf einen Platz in einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die sozialpolitische Sprecherin Olga Fritzsche am Mittwoch mitteilte.
Konkret stehen 2.196 Personen mit festgestelltem Anspruch auf den Wartelisten der bezirklichen Fachstellen für Wohnungsnotfälle.
Hinzu kommen 1.112 sogenannte Überresidente in den Erstaufnahmeeinrichtungen, die ebenfalls auf eine Unterbringung warten. Die durchschnittliche Verweildauer dieser Gruppe in den Erstaufnahmen beträgt laut Senat 428 Tage.
Gleichzeitig sind die Notunterkünfte für Obdachlose nahezu vollständig ausgelastet: Das „Pik As“ mit 330 Plätzen war im Juni zu 99 Prozent belegt, das „Frauenzimmer“ mit 60 Plätzen zu 98 Prozent.
Fritzsche kritisierte die Situation als unhaltbar. „Wer Menschen nicht einmal einen sicheren Schlafplatz bieten kann, verwaltet Wohnungslosigkeit nicht nur – er zementiert sie“, erklärte sie.
Der Senat müsse endlich ausreichend Unterbringungsplätze schaffen und die Vermittlung in dauerhaften Wohnraum massiv ausbauen. Zudem sind für das zweite Halbjahr 2026 Schließungen von acht Standorten mit insgesamt 864 Plätzen geplant, während nur 286 neue Plätze in Betrieb genommen werden sollen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Prekariat (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- 2.196 Personen mit festgestelltem Anspruch warten auf einen Platz in öffentlich-rechtlichen Unterkünften (Wartelisten der bezirklichen Fachstellen für Wohnungsnotfälle)
- 1.112 Überresidente warten zusätzlich; durchschnittliche Verweildauer in Erstaufnahmeeinrichtungen beträgt 428 Tage
- Für das zweite Halbjahr 2026 sind Schließungen von 8 Standorten mit insgesamt 864 Plätzen geplant, bei gleichzeitigem Ausbau von nur 286 neuen Plätzen
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Hamburg, öffentlich-rechtliche Unterbringung: 2.196 obdach-/wohnunglose Personen mit festgestelltem Anspruch auf Wartelisten der bezirklichen Fachstellen sowie 1.112 Überresidente in Erstaufnahmeeinrichtungen, durchschnittliche Verweildauer der Überresidenen 428 Tage
- Notunterkünfte nahezu ausgelastet: „Pik As“ 330 Plätze zu 99 Prozent belegt und „Frauenzimmer“ 60 Plätze zu 98 Prozent, für das zweite Halbjahr 2026 geplante Schließungen von 8 Standorten mit 864 Plätzen bei nur 286 neuen Plätzen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Tausende obdach- und wohnungslose Menschen warten in Hamburg auf Plätze in öffentlich-rechtlichen Unterkünften; laut Senatsantwort 2.196 Personen mit festgestelltem Anspruch auf Wartelisten sowie 1.112 Überresidente in Erstaufnahmen
- Notunterkünfte sind nahezu vollständig ausgelastet: „Pik As“ im Juni zu 99 Prozent und „Frauenzimmer“ zu 98 Prozent; die durchschnittliche Verweildauer der Überresidenden in Erstaufnahmen beträgt 428 Tage
- Geplante Schließungen ab zweitem Halbjahr 2026 von acht Standorten mit 864 Plätzen bei nur 286 neu in Betrieb genommenen Plätzen; daraus ergibt sich zusätzliches Unterbringungsproblem als Kontext und möglicher Auslöser für die Verschärfung der Situation
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Der Senat soll ausreichend Unterbringungsplätze schaffen und die Vermittlung in dauerhaften Wohnraum massiv ausbauen
- Für das zweite Halbjahr 2026 sind Schließungen von acht Standorten mit insgesamt 864 Plätzen geplant, während nur 286 neue Plätze in Betrieb genommen werden sollen
- Es sollen die bezirklichen Fachstellen für Wohnungsnotfälle die Unterbringung für die auf den Wartelisten stehenden 2.196 Personen ermöglichen sowie die Überresidente aus den Erstaufnahmeeinrichtungen unterbringen
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