Dax legt zu – Anleger hoffen auf Waffenstillstand im Nahen Osten

21. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft in Frankfurt: Dax im Plus

Frankfurt/Main () – Am Dienstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.011 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start legte der Dax bis zum Mittag zu. Am Nachmittag rutschte er jedoch kurz wieder ins Minus, bevor er schließlich das Niveau vom Mittag übertraf.

„Die Nachricht über einen potenziellen Waffenstillstand im Nahen Osten hat den europäischen Investoren wieder etwas mehr Zuversicht gegeben“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Auch wenn die Rohölpreise zulegen, blicken sie optimistisch nach vorn.“ Für etwas Unterstützung sorgten zudem die Quartalszahlen von 3M, so Lipkow. „Dagegen konnten die Quartalszahlen von General Motors nicht überzeugen.“

Der Nahost-Konflikt strahle direkt über die Ölpreise auf die europäischen Finanzmärkte ab, da die hohen Abhängigkeiten von importierter Energie eine offene Flanke böten, erklärte der Analyst. „Zusätzlich wirken daraus resultierende Preissteigerungen negativ auf das Konsumverhalten und belasten zukünftige Umsätze und Gewinne. Noch setzen die Anleger auf eine Entspannung im -Krieg und auf eine Fortsetzung der jüngst erkennbaren Konjunkturerholung in und Europa. Das zarte Konjunkturpflänzchen ist noch nicht wieder eingegangen.“

Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Infineon, Siemens Energy und FMC an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Am Tabellenende fanden sich die Aktien von Scout 24 und der Rückversicherer Rück und Münchener Rück wieder.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im August kostete 60 Euro und damit ein Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund elf bis 13 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

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Der Ölpreis stieg für seine Verhältnisse stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 91,31 US-Dollar, das waren 2,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1409 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8765 Euro zu haben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter Börse

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dax stieg zum Xetra-Handelsschluss auf 25.011 Punkte, ein Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss
  • Quartalszahlen von 3M stützten die Stimmung, während Quartalszahlen von General Motors nicht überzeugten
  • Gaspreis für August stieg auf 60 Euro je MWh, entsprechend mindestens rund elf bis 13 Cent pro kWh (inklusive Nebenkosten und Steuern) bei dauerhaftem Preisniveau

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Europäische Investoren bzw. europäische Finanzmärkte (u.a. Dax-Werte in Frankfurt wie Infineon, Siemens Energy, FMC; auch Rückversicherer wie Hannover Rück und Münchener Rück) profitieren laut Analysten von Zuversicht wegen potenziellem Waffenstillstand im Nahen Osten; Dax +0,7% auf 25.011 Punkte zum Xetra-Schluss, Gaspreis +1% auf 60 Euro/MWh; Nordsee-Brent +2,3% auf 91,31 US-Dollar
  • Deutschland und Europa mittelbar betroffen über Energieimporte; Rohöl-/Energiepreissteigerungen belasten Konsumverhalten und zukünftige Umsätze/Gewinne; Erwartung von Entspannung im Iran-Krieg und Fortsetzung der Konjunkturerholung, „zartes Konjunkturpflänzchen“ noch nicht wieder eingegangen
  • Konsumenten-/Preiswirkung bei dauerhaftem Gaspreis: Verbraucherpreis mindestens rund elf bis 13 Cent pro kWh inklusive Nebenkosten und Steuern; Gas Lieferung August; konkrete Frist/Zeitraum August für Gaslieferung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Potenzieller Waffenstillstand im Nahen Osten erhöhte das Vertrauen europäischer Investoren und unterstützte den Dax trotz steigender Rohölpreise
  • Quartalszahlen von 3M wirkten positiv, während die Quartalszahlen von General Motors nicht überzeugten
  • Nahost-Konflikt als Hintergrund wirkte über Öl- und Gaspreise direkt auf die europäischen Finanzmärkte; steigende Energiepreise belasten zudem Konsumverhalten und potenziell zukünftige Umsätze und Gewinne

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
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