Berliner Verkehrssenatorin für Ende des kostenlosen Schülertickets

17. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

: Sparpläne für Schulangebote

Berlin () – Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) spricht sich für ein Ende des kostenlosen Schülertickets und Schulessens in Berlin aus.

Es bedürfe einer Überprüfung, ob wirklich alle Schüler ein kostenloses Schülerticket und Schulessen brauchten, sagte Bonde dem „Tagesspiegel“. Bei sozial Bedürftigen sei es vollkommen unumstritten, dass das Angebot bestehen bleibe. Bei gut verdienenden Gruppen setze sie ein Fragezeichen, führte die Senatorin weiter aus.

Bonde zufolge könnte das Land Berlin dadurch viel Geld sparen. Dies habe ihre Verwaltung im Rahmen der vergangenen Haushaltsberatungen durchgerechnet. „Aktuell wäre es so, dass der Entfall des Zuschusses für das kostenlose Schülerticket zu Einsparungen von insgesamt 106,4 Millionen Euro in den Jahren 2026/2027 führen würde.“

Angesichts der angespannten Haushaltslage in Berlin hält es die Verkehrssenatorin für unumgänglich, dass das Land seine Ausgaben in manchen Bereichen reduziert. „Wir müssen uns ehrlich machen. Was brauchen wir in der Stadt an Infrastruktur und was geben wir für konsumtive Dinge aus?“, sagte sie. Zu diesen Fragen müsse ein politischer Konsens gefunden werden. Ihre Hoffnung sei, dass dadurch die Infrastruktur verstärkt finanziert werden könne.

Berlin muss in den kommenden Jahren massiv sparen. Bereits in diesem und dem kommenden Jahr kalkuliert das Land mit einem voraussichtlichen Defizit von mehreren Milliarden Euro jährlich. Während einerseits die Ausgaben zuletzt deutlich angestiegen waren, legten die Einnahmen des Landes nicht in gleicher Geschwindigkeit zu.

Zuletzt hatte deshalb auch der neue CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, vorgeschlagen, dass das kostenlose Schulessen abgeschafft werden soll. Ihm sei bis heute nicht begreiflich, warum man Gutverdiener, die sich ohne Weiteres zwei Euro für das Schulmittagessen leisten könnten, staatlich subventioniere, sagte dem „Tagesspiegel“. Das Land könne fast 100 Millionen Euro pro Jahr sparen, wenn das Angebot nur noch für finanziell schwächere Familien gelte.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bushaltestelle (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) spricht sich für ein Ende des kostenlosen Schülertickets und des kostenlosen Schulessens in Berlin aus, mit Überprüfung bei Schülern mit unterschiedlichem Bedarf
  • Verwaltung rechnet Einsparungen von 106,4 Millionen Euro für 2026/2027 bei Wegfall des Zuschusses für das kostenlose Schülerticket aus
  • Bonde fordert stärkeren Fokus auf Infrastrukturfinanzierung durch Haushaltskonsens und Reduktion „konsumtiver Dinge“ angesichts hoher Defizite in Berlin

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Schüler in Berlin, insbesondere die Bezieher von staatlich finanziell unterstützten Leistungen; gut verdienende Gruppen sollen künftig kein kostenloses Schülerticket und Schulessen mehr erhalten, Ziel ist die Abschaffung bzw. der Entfall der Zuschüsse für diese Leistungen
  • Regionen: ausschließlich Berlin; Zeiträume: Einsparung für den Entfall des Zuschusses fürs kostenlose Schülerticket in den Jahren 2026/2027 insgesamt 106,4 Millionen Euro
  • Zusätzliches Sparziel: Abschaffung des kostenlosen Schulessens, damit nur noch finanziell schwächere Familien profitieren; laut Artikel fast 100 Millionen Euro pro Jahr Einsparung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Vorschlag von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) zur Überprüfung und möglichen Beendigung bzw. Abschaffung des kostenlosen Schülertickets und kostenlosen Schulessens für nicht bedürftige Gruppen
  • Grund/Anlass ist die angespannte Haushaltslage Berlins mit erwarteten mehrjährigen Defiziten in Milliardenhöhe und der Notwendigkeit, Ausgaben zu reduzieren, um Infrastruktur besser finanzieren zu können
  • Erwartete finanzielle Einsparungen durch Wegfall von Zuschüssen für das kostenlose Schülerticket in den Jahren 2026/2027 in Höhe von insgesamt 106,4 Millionen Euro (Schulessen: weitere Einsparpotenziale laut CDU)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die Verkehrssenatorin Ute Bonde fordert eine Überprüfung, ob alle Schüler in Berlin das kostenlose Schülerticket und das Schulessen tatsächlich benötigen
  • Nach Berechnungen der Verwaltung würde der Entfall des Zuschusses für das kostenlose Schülerticket Einsparungen von insgesamt 106,4 Millionen Euro in den Jahren 2026/2027 bringen
  • Berlin soll in der angespannten Haushaltslage durch Kürzungen bei konsumtiven Ausgaben sparen und die Infrastruktur künftig stärker finanzieren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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