Schnieder nimmt Bahn zum Ferienstart in die Pflicht
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Verkehrspolitik in Berlin: Bahnunterstützung gefordert
Berlin () – Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) nimmt die Deutsche Bahn zum Beginn der Reisewelle bei der Zuverlässigkeit im Ferienverkehr in die Pflicht.
Schnieder sagte der „Rheinischen Post“: „Ich kann nichts garantieren, aber ich vertraue auf die Zusicherungen der Bahn.“ Diese habe versprochen, Beeinträchtigungen durch Baustellen auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem erweitere das Unternehmen in den Sommermonaten sein Angebot zu Ferienzielen. Wegen der laufenden Modernisierung der Infrastruktur ließen sich jedoch nicht alle Einschränkungen vermeiden.
Der Minister sagte zugleich, dass die milliardenschwere Modernisierung der Infrastruktur zwangsläufig mit Baustellen und Belastungen für Reisende verbunden sei. Dennoch zeigte er sich optimistisch: „Die Bahn hat an ihren sommerbedingten Problemen gearbeitet und aus den Vorkommnissen der vergangenen Jahre gelernt.“ Inzwischen stünden mobile Teams bereit, um etwa Ausfälle von Klimaanlagen schnell zu beheben. Bei extremer Hitze lasse sich jedoch nicht ausschließen, dass auch die Infrastruktur versage, etwa an Weichen.
Auf den jüngsten Funkausfall bei der Bahn angesprochen, sagte Schnieder, dies sei ein außerordentlicher Vorfall mit kleiner Ursache gewesen. Die Bahn habe insgesamt gut und richtig reagiert, auch wenn es Probleme in der Kommunikation gegeben habe. Auf die Frage, wie ein kaputtes Steuerungselement den gesamten Bahnverkehr für mehrere Stunden lahmlegen könne, räumte er ein: „Da haben Sie vollkommen recht. So etwas darf nicht passieren – erst recht nicht mit solchen Auswirkungen.“
Schnieder erwarte von der Bahn, dass sie mehr Redundanzen schaffe – also Sicherheitsreserven, die in einem solchen Fall sofort greifen und nicht erst 90 Minuten später. Zum Thema Funk erklärte er, das System werde auf ein neues technisches Niveau gehoben. Auf den 33.000 Kilometern Bahnnetz in Deutschland würden dafür zusätzlich 11.000 Masten aufgestellt und der 5G-Standard installiert. Bis dahin müsse das vorhandene System funktionieren.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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