Giffey wirft Merz fehlenden Stolz auf Deutschland vor
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politische Stimmungslage in Deutschland: Giffeys Kritik
Berlin () – Ex-Familienministerin Franziska Giffey (SPD) wirft Bundeskanzler Friedrich Merz fehlenden Stolz auf Deutschland vor. Sie sehe bei Merz keinen Stolz auf dieses Land, keine Zuversicht, sagte die heutige Berliner Wirtschaftssenatorin dem „Stern“. „Wenn derjenige, der vorn steht, es nicht sagt, dann wird es niemand sagen.“
Merz und der Bundesregierung fehle in der aktuellen Reformdebatte eine positive Erzählung für Deutschland. „Die Aufgabe einer Regierung ist nicht die Schwarzmalerei“, sagte Giffey. Deutschland sei nach wie vor Weltspitze bei Start-ups, Medizin, Kultur und in der Lebensqualität. Sie höre immer nur die Erzählung von Mühseligkeit, klagte Giffey. Stattdessen brauche es „seriöse Zuversicht“.
Die Bundesregierung lasse die entscheidende Frage bisher unbeantwortet. Es werde immer nur gesagt, man benötige Reformen, damit man den Lebensstandard halbwegs halten könne, sagte Giffey. Ihr fehle der Teil der Geschichte, in dem man sage, dass man Deutschland damit zum Wachstumsmotor in Europa machen wolle. Das sei zwar ein großes Ziel, aber niemand wolle „eine Jammerstory hören“. Die Leute würden Schwierigkeiten selbst spüren. „Dafür braucht es keinen Bundeskanzler, der das erklärt.“ Das sei kontraproduktiv.
Giffey, die als Familienministerin einst das „Gute-Kita-Gesetz“ erfunden hatte, schlägt einen positiven Slogan für das geplante Reformpaket vor: „Das Deutschland-nach-vorne-Programm.“ Das sei nicht gleichzusetzen mit „Germany first“, sagte Giffey. Es gehe vielmehr darum, dass man mehr über deutsche Stärken rede. „Wir alle sind im Team Deutschland. Wir alle wollen unser Land nach vorn bringen.“
Mit einer negativen Haltung wie die Bundesregierung würde niemand Erfolg haben. „Überlegen Sie sich mal, wie das wäre, wenn Julian Nagelsmann sich hinstellt und erklärt: Wir haben Riesenprobleme in der Verteidigung, dazu Schwächen im Tor und nicht ausreichend Spitzenspieler für den Weltmeistertitel.“ Die Nationalmannschaft hätte dann gar nicht zur Weltmeisterschaft fahren müssen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Franziska Giffey (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Franziska Giffey kritisiert Friedrich Merz für fehlenden Stolz auf Deutschland.
- Giffey schlägt den Slogan "Deutschland-nach-vorne-Programm" für Reformen vor.
- Sie fordert eine positive Erzählung und mehr Fokussierung auf die Stärken Deutschlands.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Franziska Giffey (SPD), Politikerin, aktuelle Berliner Wirtschaftssenatorin
- Friedrich Merz, Bundeskanzler, Kritik an fehlendem Stolz auf Deutschland
- Zielgruppen: Bundesregierung, Bürger, Start-up-Szene, soziale Dienste
- Regionen: Deutschland, Europa
- Zeitrahmen: Aktuelle Reformdebatte, zukünftige Reformen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Kritik an fehlendem Stolz und Zuversicht von Bundeskanzler Merz
- Mangelnde positive Erzählung bei Reformen der Bundesregierung
- Notwendigkeit einer motivierenden Kommunikation über Deutschlands Stärken
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Giffey kritisiert Merz und die Bundesregierung für fehlende positive Erzählung über Deutschland.
- Sie schlägt den Slogan "Das Deutschland-nach-vorne-Programm" für künftige Reformen vor.
- Giffey fordert mehr Fokus auf deutsche Stärken statt negativer Rhetorik.
- Schwesig bekräftigt Kritik an Einschnitten bei Unterhaltsvorschuss - 15. Juli 2026
- Festnahme nach Bedrohungen im Eichsfeld - 15. Juli 2026
- Schwerer Unfall zwischen Traktor und Lkw bei Meudt - 15. Juli 2026
