TK-Chef warnt vor Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze

22. Juni 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik: Beitragsbemessungsgrenze in Gefahr

() – Vor der Anhörung im Gesundheitsausschuss zur Gesundheitsreform an diesem Montag hat der Chef der Techniker Krankenkasse (TK) vor einer deutlicheren Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze gewarnt.

Der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas sagte der „Rheinischen Post“ (Montag): „Wenn die Regierung jetzt erneut die Beitragsbemessungsgrenze erhöht, untergräbt sie damit langfristig das Solidarsystem.“ Kurzfristig bringe es zwar Geld, aber viele Gutverdiener würden in die private Krankenversicherung wechseln, das schade den Finanzen der GKV, sagte Baas.

„Wir schätzen, dass schon bei einer Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze auf 6.750 Euro bis zu 250.000 Menschen allein im nächsten Jahr in die private Krankenversicherung wechseln.“

Der Kassenchef warnte vor erheblichen Folgen. „Diese Höchstbeitragszahler und ihre Beiträge fehlen dann dem GKV-System – das führt zu einem Minus allein 2027 von etwa drei Milliarden Euro und perspektivisch muss die Solidargemeinschaft draufzahlen“, sagte Baas.

TK-Angaben zufolge diskutierten die Koalitionsfraktionen derzeit, die Beitragsbemessungsgrenze noch deutlich weiter anzuheben als bereits im Beitragssatzstabilisierungsgesetz von Warken geplant.

Im Raum stehen könnte demnach eine Erhöhung für 2027 auf 6.750 Euro pro Monat, das entspricht der Versicherungspflichtgrenze, ab der gesetzlich Versicherte in die Private Krankenversicherung wechseln können. Käme es so, müssten Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils rund 80 Euro mehr pro Monat zahlen, wie die TK errechnet hat.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Jens Baas (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Warnung vor Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze durch die Regierung
  • Schätzung von bis zu 250.000 Menschen, die 2027 in die private Krankenversicherung wechseln
  • Vorhersehbare finanzielle Verluste der GKV von etwa drei Milliarden Euro im Jahr 2027

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: gesetzlich Versicherte, insbesondere Gutverdiener
  • Region: Deutschland
  • Schätzung: bis zu 250.000 Menschen könnten 2027 in die private Krankenversicherung wechseln bei Anhebung auf 6.750 Euro
  • Finanzielle Auswirkung: Minus von etwa drei Milliarden Euro für die GKV im Jahr 2027

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Warnung vor Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze durch die Regierung
  • Befürchtung, dass Gutverdiener in die private Krankenversicherung wechseln würden
  • Potenzieller finanzieller Verlust für die gesetzliche Krankenversicherung in Höhe von drei Milliarden Euro bis 2027
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