Porsche will neues Sparpaket bis Juli beschließen

20. Juni 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Porsche plant Sparmaßnahmen in Stuttgart

() – Porsche-Vorstandschef Michael Leiters rechnet mit einem baldigen Abschluss der langwierigen Verhandlungen über ein zweites Sparpaket bei dem angeschlagenen Stuttgarter Sportwagenhersteller.

„Bis zu den Werksferien im Juli wollen wir eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmern erreichen, die Porsche-Mitarbeiter brauchen Klarheit“, sagte Leiters der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Verhandlungen zwischen dem Porsche-Management und dem Betriebsrat über Kostensenkungen und Stellenstreichungen hatten bereits im vergangenen Herbst begonnen. In einer vorangegangenen ersten Sparrunde hatte Porsche 2025 den Abbau von insgesamt rund 3.900 Arbeitsplätzen bekannt gegeben.

Nach Angaben von Leiters plant Porsche für die Zukunft mit niedrigeren Produktionskapazitäten als den rund 280.000 Autos, die der Hersteller im vergangenen Jahr abgesetzt hatte. Porsche müsse auch mit weniger Autos Geld verdienen, unterstrich Leiters. Dafür setze er auch auf eine engere Kooperation mit der Konzernschwester Audi, die wie Porsche zu Volkswagen gehört. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit Audi vertiefen, das ist eine große Chance für beide Seiten“, sagte Leiters.

Zugleich stellte der Automanager klar, dass die vergleichsweise preisgünstige Porsche-Einstiegsbaureihe 718 fortgeführt werde. „Wir wollen auch weiterhin neue Kunden an die Marke heranführen“, sagte Leiters der FAS. Die Fertigung der bislang letzten Generation der 718-Reihe mit den Modellen Boxster und Cayman war im vergangenen Herbst ausgelaufen. Porsche hatte sich seither nicht festgelegt, wie es mit der Modellreihe weitergeht.

Siehe auch:  US-Konzerne bauen Vormachtstellung aus

Leiters hatte den Posten als Vorstandschef von Porsche im Januar angetreten. Zuvor hatte er die britische Sportwagenmarke McLaren geleitet. Porsche leidet unter sinkenden Verkaufszahlen und hatte 2025 das schwächste Ergebnis seit mehr als anderthalb Jahrzehnten verbucht. Der Nettogewinn war um mehr als 90 Prozent gefallen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Porsche in der Düsseldorfer Kö (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Abschluss der Verhandlungen über ein zweites Sparpaket bis zu den Werksferien im Juli angestrebt.
  • Abbau von insgesamt rund 3.900 Arbeitsplätzen bis 2025 geplant.
  • Kooperation mit Audi soll vertieft werden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Porsche-Mitarbeiter, betrifft 3.900 Arbeitsplätze bis 2025
  • Zielgruppen: Porsche-Betriebsrat, Mitarbeiter, Management
  • Frist: Abschluss der Verhandlungen bis Juli 2023

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Langwierige Verhandlungen über ein zweites Sparpaket
  • Abbau von rund 3.900 Arbeitsplätzen bis 2025
  • Sinkende Verkaufszahlen und drastischer Rückgang des Nettogewinns um mehr als 90 Prozent

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Abschluss der Verhandlungen über ein zweites Sparpaket bis zu den Werksferien im Juli.
  • Reduzierung der Produktionskapazitäten und Abbau von insgesamt rund 3.900 Arbeitsplätzen bis 2025.
  • Vertiefung der Zusammenarbeit mit Audi zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)