IW: Immer mehr Frührentner arbeiten weiter

19. Juni 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Frührentner und Hinzuverdienst in Köln

() – Immer mehr Frührentner verdienen auf dem Arbeitsmarkt hinzu. Das geht aus einer unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe) berichtet.

„Seit dem vollständigen Wegfall der Hinzuverdienstgrenze 2023 nimmt die Zahl der vorzeitig Verrenteten mit einem großen Hinzuverdienst zu“, heißt es darin. Bei den besonders langjährig Versicherten stieg der Anteil mit großem Hinzuverdienst, der über einen Minijob hinausgeht, von zehn Prozent im Jahr 2019 mit dem Wegfall der Grenze 2023 auf 25 Prozent. Das bedeutet: Jeder vierte dieser Frührentner, die auf 45 Versicherungsjahre kommen, arbeitet weiter und das für mehr als einen Minijob.

Einst war der Hinzuverdienst für Frührentner auf 6.300 Euro im Jahr begrenzt. Diese Grenze wurde 2023 abgeschafft.

Bei den Menschen, die bis zur Regelaltersgrenze weiterarbeiten, hat sich dagegen wenig verändert: Laut Studie arbeiten rund elf Prozent von ihnen im Ruhestand weiter.

Frührente und Weiterarbeiten ist so attraktiv, dass auch mehr Menschen vorzeitig in den Ruhestand gehen. Seit der Reform gehen zudem mehr Menschen vorzeitig in Rente statt bis zur Regelaltersgrenze zu arbeiten – vor allem langjährig Versicherte, also Menschen mit mindestens 35 Versicherungsjahren, die schon ab 63 Jahren mit Abschlägen in Rente gehen können. Ihr Anteil stieg von 19,4 Prozent im Jahr 2020 auf 24,0 Prozent im Jahr 2024. Die Forscher sehen dies kritisch: Der vorzeitige Rentenbezug belaste die Gesetzliche Rentenversicherung damit ausgabenseitig.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Wegfall der Hinzuverdienstgrenze für Frührentner im Jahr 2023
  • Anteil der Frührentner mit großem Hinzuverdienst steigt von 10 % (2019) auf 25 % (2023)
  • Zunahme der vorzeitigen Rentenbezüge von 19,4 % (2020) auf 24,0 % (2024) bei langjährig Versicherten

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Frührentner, insbesondere langjährig Versicherte (mindestens 35 Versicherungsjahre)
  • Anstieg: Anteil der Frührentner mit großem Hinzuverdienst von 10% (2019) auf 25% (2023); vorzeitiger Rentenbezug von 19,4% (2020) auf 24,0% (2024)
  • Fristen: Wegfall der Hinzuverdienstgrenze 2023, vorzeitiger Rentenbezug ab 63 Jahren mit Abschlägen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Abschaffung der Hinzuverdienstgrenze 2023
  • Anstieg der Frührentner mit großem Hinzuverdienst (von 10% auf 25%)
  • Attraktivität der Frührente führt zu höherer Anzahl vorzeitiger Rentenbezüge
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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