Prognos sieht Fernwärme-Potenzial für 47 Prozent aller Wohnungen

17. Juni 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Fernwärme-Infrastruktur und ihre Zukunft in Deutschland

() – Fast jede zweite Wohnung in könnte in Zukunft theoretisch mit Fernwärme beheizt werden. Das geht aus einem neuen Fernwärmeatlas des Forschungsinstituts Prognos hervor, über den das „Handelsblatt“ und der Fachdienst „Tagesspiegel Background“ berichten.

Prognos geht davon aus, dass Fernwärme ein enormes Wachstumspotenzial hat. Der Anteil der Wohnungen, die deutschlandweit mit Fernwärme beheizt werden, könnte demnach von heute 15 Prozent auf 47 Prozent bis zum Jahr 2045 steigen. Bei der Auswertung spielten Faktoren wie Bevölkerungsdichte und bereits vorhandene Fernwärmestränge eine Rolle. Wie hoch die Chancen stehen, dass ein Fernwärmenetz auch tatsächlich gebaut wird, hängt allerdings auch von Faktoren wie der Finanzierung ab.

Stefan Beismann, Firmenkundenvorstand bei der DZ-Bank, sagte dem „Handelsblatt“: „Wenn man ein Fernwärmenetz auf 10.000 Abnehmer auslegt, aber dann entscheiden sich 7.000 Bürger in dem Gebiet für eine Wärmepumpe, wird sich das Netz unter den heutigen Bedingungen nicht rentieren.“ Er machte deshalb klar, dass Landesbürgschaften ein wichtiger Baustein dafür sein könnten, dass Stadtwerke einen besseren Zugang zu Finanzierungen für Fernwärmeprojekte bekämen. Weitere Möglichkeiten seien Haftungsfreistellungen der KfW sowie eine Finanzierung über die kommunalen Träger. Deshalb dürften die kommunalen Wärmepläne, die Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohner zum 30. Juni vorlegen müssen, auch nur grobe Anhaltspunkte sein.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Fernwärme-Anschluss (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Fast jede zweite Wohnung in Deutschland könnte theoretisch mit Fernwärme beheizt werden.
  • Anteil der mit Fernwärme beheizten Wohnungen könnte bis 2045 auf 47 Prozent steigen.
  • Landesbürgschaften könnten Stadtwerken besseren Zugang zu Finanzierungen für Fernwärmeprojekte ermöglichen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Mieter und Eigentümer von Wohnungen in Deutschland
  • Zielgruppe: Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern, potenzielle Nutzer von Fernwärme
  • Zeitrahmen: Steigerung des Anteils von 15% auf 47% bis 2045, Frist für kommunale Wärmepläne bis 30. Juni

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Fast jede zweite Wohnung in Deutschland könnte theoretisch mit Fernwärme beheizt werden
  • Fernwärmeanteil könnte von 15 Prozent auf 47 Prozent bis 2045 steigen
  • Finanzierung und Bürgerentscheidungen über alternative Heizsysteme beeinflussen den Ausbau von Fernwärmenetzen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Förderung von Landesbürgschaften für Stadtwerke zur besseren Finanzierung von Fernwärmeprojekten
  • Unterstützung durch Haftungsfreistellungen der KfW
  • Erstellung und Vorlage von kommunalen Wärmeplänen durch Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH