Familienministerium will Mittel für Leseförderprogramm streichen

11. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Leseförderung für Kleinkinder in Gefahr

() – Das Bundesfamilienministerium will die Förderung für das bundesweite Leseförderprogramm „Lesestart 1-2-3“ ab 2027 einstellen. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eigene Recherchen.

Im Rahmen des Programms erhalten Eltern von ein- oder zweijährigen Kindern bei den Vorsorgeuntersuchungen U6 und U7 Bücher geschenkt. Ziel ist es, die Sprach- und Lesekompetenz von Kleinkindern zu fördern. Die Stiftung Lesen, die das Projekt durchführt, kritisierte die geplante Streichung als fatales Signal. Die Förderung müsse in den Familien beginnen, es sei zu spät, erst auf die Kita zu setzen, sagte Sprecherin Laura Trost. Zudem würden viele Kleinkinder nicht in die Kita gehen. Über die Vorsorgeuntersuchungen könnten hingegen nahezu alle Ein- und Zweijährigen in erreicht werden. Für Dreijährige gibt es zudem Bücher in teilnehmenden Bibliotheken.

Das Projekt „Lesestart 1-2-3“ gibt es in ähnlicher Form seit 2011. Die Zuwendung des Ministeriums beläuft sich über die 15 Jahre auf gut 40 Millionen Euro. Das Ministerium teilte mit, es liege „in der Logik jeder Projektförderung“, dass sie zeitlich befristet sei. Es sagte, wie wichtig die Lesekompetenz für den Bildungserfolg sei. Deshalb fördere es Forschung zum Lesenlernen und unterschiedliche Projekte für alle Altersgruppen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kinderbücher (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesfamilienministerium plant Einstellung der Förderung für "Lesestart 1-2-3" ab 2027
  • Programmsziel: Förderung der Sprach- und Lesekompetenz von ein- und zweijährigen Kindern
  • Kritik der Stiftung Lesen an geplanter Streichung als negatives Signal

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Eltern von ein- oder zweijährigen Kindern in Deutschland
  • geplante Einstellung der Förderung ab 2027
  • Programm existiert seit 2011, Zuwendung über 15 Jahre ca. 40 Millionen Euro

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Einstellung der Förderung für das Programm "Lesestart 1-2-3" ab 2027
  • Kritische Einschätzung der Stiftung Lesen zur Streichung, da viele Kleinkinder nicht in die Kita gehen
  • Programmdauer von 15 Jahren mit insgesamt 40 Millionen Euro Förderung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einstellung der Förderung für das Leseförderprogramm "Lesestart 1-2-3" ab 2027.
  • Durchführung von Forschungen zum Lesenlernen und Förderung unterschiedlicher Projekte für alle Altersgruppen.
  • Kritische Reaktion der Stiftung Lesen auf die Streichung der Förderung.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH