Rot-Grün fordert Fortsetzung der Bundesfinanzierung für Asylverfahrensberatung

10. Juni 2026
Rot-Grün fordert Fortsetzung der Bundesfinanzierung für Asylverfahrensberatung

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Asylverfahrensberatung in Hamburg sichern

() – Die rot-grüne Regierungsfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hat sich für den dauerhaften Erhalt der unabhängigen Asylverfahrensberatung ausgesprochen. Wie die SPD- und Grünen-Fraktion am Mittwoch mitteilten, haben sie einen gemeinsamen Antrag eingebracht, der den Senat auffordert, sich auf Bundesebene für eine verlässliche und bedarfsgerechte Finanzierung des Angebots einzusetzen. Über den Antrag soll die Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 17. Juni abstimmen.

Hintergrund ist die nach Medienberichten geplante Streichung der Bundesmittel für die Beratung durch den Bundesinnenminister.

Die unabhängige Asylverfahrensberatung ist seit 2023 gesetzlich im Asylgesetz verankert und wird von zivilgesellschaftlichen Trägern durchgeführt. Sie informiert Schutzsuchende vertraulich über Ablauf, Rechte und Pflichten im Asylverfahren und begleitet sie bis zum Abschluss.

In den ersten beiden Jahren haben mehr als 100.000 Menschen das Angebot genutzt.

Der migrationspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Danial Ilkhanipour, betonte, die Beratung trage dazu bei, Verfahren zu beschleunigen und Behörden zu entlasten. Die fluchtpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Lena Zagst, warnte, eine Streichung der Mittel wäre ein Rückschritt für die Rechtsstaatlichkeit.

Beide verwiesen auf die anstehenden Änderungen durch das Gemeinsame Europäische Asylsystem, die mehr Orientierung und Unterstützung für Schutzsuchende nötig machten.

Siehe auch:  Wetterbericht für Baden-Württemberg (05.03.2026)
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hamburgische Bürgerschaft (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Rot-grüne Regierungsfraktion fordert dauerhaften Erhalt der unabhängigen Asylverfahrensberatung.
  • Antrag zur Sicherstellung der Finanzierung wird am 17. Juni in der Bürgerschaft abgestimmt.
  • Über 100.000 Menschen haben die Asylverfahrensberatung seit 2023 genutzt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betroffen sind Schutzsuchende in Hamburg
  • Antrag zur dauerhaften Finanzierung der Asylverfahrensberatung, Abstimmung am 17. Juni
  • über 100.000 Nutzer der Beratung in den ersten beiden Jahren

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Geplante Streichung der Bundesmittel für die unabhängige Asylverfahrensberatung
  • Bedarf an verlässlicher und bedarfsgerechter Finanzierung des Angebots
  • Wichtigkeit der Beratung für die Rechtsstaatlichkeit und Unterstützung von Schutzsuchenden

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Antrag auf verlässliche Finanzierung der Asylverfahrensberatung auf Bundesebene.
  • Bürgerschaft stimmt am 17. Juni über den Antrag ab.
  • Unabhängige Asylverfahrensberatung wird gesetzlich im Asylgesetz verankert und unterstützt Schutzsuchende.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH